24. Oktober 2005: Infineon: Dresdner IG Metaller solidarisch - Kein Streikbruch

Infineon: Dresdner IG Metaller solidarisch - Kein Streikbruch "Wir unterstützen den Kampf unserer Perlacher Kolleginnen und Kollegen für den Erhalt aller Arbeits- und Ausbildungsplätze!", heißt es in einem Informationsblatt (http://dialog.igmetall.de/infineon/), das seit Montagmorgen im Dresdner Infineon-Werk verteilt wird.

 

"Die Anstrengungen des Infineon-Managements, Dresdner Beschäftigte für Streikbrecherarbeiten in München-Perlach anzuwerben, haben bislang keine Resonanz gefunden", sagte der IG-Metall-Bevollmächtigte von Dresden, Willi Eisele. Im Gegenteil seien seit heute (Montag) Dresdner Infineon-Beschäftigte zur Streikunterstützung in München vor Ort. Unter ihnen ist auch Kerstin Schulzendorf (IG Metall), stellvertretende Betriebsratsvorsitzende bei Infineon Dresden. "Der Streik hat heute Nacht 00:01 Uhr pünktlich begonnen, die Beteiligung und die Stimmung sind gut", sagte Wigand Cramer, Betreuer des Infineon-Gesamtbetriebsrats von der IG Metall. Ebenso gebe es Unterstützung von benachbarten Siemens-Betrieben für den Kampf um den Erhalt von Infineon Perlach.

 

Mit den Arbeitsniederlegungen wollen die Beschäftigten die Stilllegunspläne der Geschäftsleitung für das Werk verhindern. Von der Schließung sind etwa 800 Beschäftigte betroffen. Infineon will nach Angaben des Managements die langfristig benötigten Technologien der Chipfabrik sukzessive zu einem großen Teil nach Regensburg und zu einem kleinen Teil nach Villach verlagern. Achtung Redaktionen - Pressekontakte: Willi Eisele (1. Bevollmächtigter IG Metall Dresden) 0170-3333230 Wigand Cramer (IG Metall Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen und Gesamtbetriebsratsbetreuer Infineon, vor Ort in München-Perlach) 0170-3333441.