In Berlin-Spandau legten am Montag weit über 3000 Beschäftigte aus 13 Industriebetrieben von Siemens, BMW, Bosch-Siemens-Hausgeräte sowie Osram und Nokia Siemens Networks die Arbeit für mehrere Stunden nieder.
Auf der Großkundgebung machten alle deutlich: 6,5 Prozent mehr Geld, Übernahme der Ausgebildeten und mehr Mitbestimmung bei Leiharbeit ist unser gemeinsames Ziel!
4100 Metallerinnen und Metaller demonstrierten am Montag zum Auftakt der zweiten Warnstreikwoche in Berlin, Brandenburg und Sachsen nachdrücklich für ihre Forderungen im aktuellen Tarifkonflikt: 6,5 Prozent mehr Geld, Übernahme der Ausgebildeten und mehr Mitbestimmung bei Leiharbeit. Der Ton wird härter: Ohne Lösung aller drei Forderungen droht ein Arbeitskampf.
Einige Leiharbeiter erhielten von ihren Arbeitgebern in dieser Woche seltsame Post: Sie sollten ein Formular unterschreiben und damit freiwillig auf ihr Leistungsverweigerungsrecht bei Warnstreik im Einsatzbetrieb verzichten. Die IG Metall sagt: Nicht unterschreiben! Dies ist gesetzwidrig. Die IG Metall berät Betroffene gern, wenn so etwas vorkommt.
Im aktuellen Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie haben sich in Berlin, Brandenburg und Sachsen 14 000 IG Metaller und Metallerinnen an Warnstreiks der Gewerkschaft beteiligt. In der kommenden Woche werden die Aktionen für 6,5 Prozent mehr Entgelt, die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten und faire Leiharbeit weitergehen.
Nach kraftvollem Auftakt am Mittwoch setzte die IG Metall ihre Warnstreiks am Donnerstag erfolgreich fort. Es beteiligten sich in Berlin und Brandenburg über 2.800 Beschäftigte aus 17 Betrieben und 3.500 Beschäftigte aus neun Betrieben in Sachsen. Die Warnstreiks werden am Freitag fortgesetzt.