Im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen haben wir über 150.000 Mitglieder.
Wir setzen uns für die über 200 000 Beschäftigten in den Branchen Metall und Elektro, Eisen und Stahl, Textil und Bekleidung, Informationstechnik, Holz und Kunststoff und in der Zeit- und Leiharbeit ein. Bei uns sind Facharbeiter, Angestellte, Auszubildende, Ingenieure und viele andere Beschäftigte vereint. 13 regionale IG Metall Verwaltungsstellen organisieren die Gewerkschaftsarbeit vor Ort.
Die IG Metall Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen legt angesichts der angekündigten Standortschließung bei First Solar und den drohenden Arbeitsplatzverlusten in Ostbrandenburg ein 7-Punkte-Programm mit Vorschlägen und Forderungen zur Krisenbewältigung vor.
Darin benennt die IG Metall die wichtigsten Handlungsfelder, die dazu beitragen sollen, Arbeitsplätze zu retten und die industrielle Basis der Solarindustrie in Brandenburg zu stabilisieren.
First Solar hatte am Dienstag angekündigt, seine beiden Werke in Frankfurt (Oder) zum Herbst zu schließen. Damit gehen 1.200 Arbeitsplätze direkt verloren. In der Region stehen mit Zulieferern rund 2.000 Beschäftigte vor dem Aus.
Ein Betriebsratsmitglied hat sich von seiner Arbeit freistellen lassen, um seiner Tätigkeit als Betriebsrat nachgehen zu können. Nämlich sich um die Interessen der von Entlassung bedrohten Beschäftigen zu kümmern. Das passte der Firmenleitung wohl nicht: Sie feuerte ihn heute fristlos, nachdem die Mehrheit des Betriebsrats zugestimmt hatte.
Die IG Metall hält den Vorgang für einen extremen Skandal! Hire and fire - passt zu einem US-Konzern. Bei uns hat das nichts zu suchen! Wir erinnern uns nur zu gut, wie schwer es war, bis erstmals ein Betriebsrat bei First Solar gegründet wurde. Freiwillg kam da nichts zustande.
Die IG Metall hat die Schließungspläne des US-Konzerns First Solar am Standort Frankfurt (Oder) scharf kritisiert und fordert Alternativen zum Kahlschlag. 1200 Arbeitsplätze sind bedroht. "Jetzt müssen schnell alle Beteiligten an einen Tisch, um eine wirksame Fortführungslösung zu erarbeiten", sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen.
Die IG Metall ist alarmiert von den drastischen Kürzungsplänen der Regierung für die Solarbranche und fordert eine Beschleunigung der Energiewende. „Die Solarenergie ist ein wichtiges Standbein der Energiewende. Das muss stabilisiert und nicht weggeschlagen werden “, sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, am Montag vor rund 8 000 Demonstranten am Brandenburger Tor in Berlin.