
Beschäftigung erhalten - Kündigungen vermeiden - Einkommen sichern
Im Falle einer Wirtschaftskrise geht es darum soweit wie möglich Kündigungen zu vermeiden und das Einkommen der Beschäftigten zu sichern. Dabei kommt es darauf an, betriebliche, tarifpolitische und arbeitsmarktpolitische Instrumente sinnvoll miteinander zu kombinieren.
Gelingt dies, bleibt relevantes Know-How in den Betrieben gesichert, und damit auch die zukünftige Innovations-, und Reaktionsfähigkeit der Unternehmen. Darüber hinaus bleiben die industriellen Strukturen und die Wertschöpfungsketten des Landes erhalten.
Wir zeigen, welche Instrumente zur Verfügung stehen.
Möglichkeiten der Früherkennung
Ist mein Unternehmen von der Finanzkrise betroffen?
Betriebliche Instrumente
Grundsätzlich soltten zunächst die betrieblich vorhandenen Instrumente, die geeignet sind Beschäftigung zu sichern, in Betracht gezogen werden. Dazu gehört in jedem Fall eine Regelung zu den bestehenden Arbeitszeitkonten, weil dies im Fall einer später notwendigen Kurzarbeitsregelung ohnehin zur Voraussetzung gemacht würde. Die betrieblichen Instrumente sind teilweise schnell umsetzbar. Für einige müsste nicht einmal ein neuer Rechtsrahmen geschaffen werden.
...siehe Checkliste für Arbeitnehmervertreter (PDF)
Kurzarbeitergeld
Alternative zur Entlassung
Kurzarbeit ist die vorübergehende Verkürzung der betriebsüblichen Arbeitszeit. Kurzarbeit ist eine Maßnahme, die sich im Falle von Arbeitsausfall (z.B. wegen Auftragsmangel) als Alternative zur Entlassung anbietet. Die Arbeitsagentur kann dann konjunkturelles Kurzarbeitergeld gewähren.
Tarifvertrag Beschäftigungssicherung
Arbeitszeit verkürzen - ohne Lohnausgleich
Seit 1994 gibt es im Bereich der Metall- und Elektroindustrie Tarifverträge zur Beschäftigungssicherung (TV Besch). In anderen Branchen bestehen zum Teil ähnliche Regelungen. Diese Tarifverträge haben im Kern das Ziel, Arbeitsplätze durch Absenkung der Arbeitszeit zu sichern. Entstanden ist der TV Besch als ergänzende Regelung zur Kurzarbeit, die beispielsweise dann angewendet werden kann, wenn es keinen Anspruch auf Kurzarbeit (mehr) gibt.
Betriebliche Instrumente zur Beschäftigungssicherung (PPT)
Insolvenz des Arbeitgebers
- eine Handlungshilfe
Die neu aufgelegte Broschüre für Betriebsräte kann in der Verwaltungsttelle bestellt werden. Für die Beschäftigten und die Gewerkschaften ist es jetzt besonders wichtig, nicht voreilig mit einem Entgegenkommen beim Entgelt, den Sonderzahlungen und den Arbeitszeiten zur vermeintlichen Rettung des Unternehmens/ des Betriebs beitragen zu wollen. Nur auf der Basis einer genauen Analyse der tatsächlichen Situation können Maßnahmen im Interesse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ergriffen werden, die auch verhindern, dass die "Abwärtsspirale" bei den Lebens- und Arbeitsbedingungen ins Bodenlose führt. Zudem empfiehlt es sich, alle Entscheidungen unter konsequenter Beteiligung der Betroffenen zu treffen. Die Broschüre richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben und Verwaltungsstellen. Sie gibt eine Einführung in die Insolvenzproblematik, liefert praktische Hilfestellungen und behandelt die wichtigsten insbesondere rechtlichen Fragen, die bei diesem Thema zu stellen sind. Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung durch interne oder externe Experten. Auch hierzu werden Hinweise gegeben.
Arbeitshilfe für den Betriebsrat - Insolvenz des Arbeitgebers (PDF)
Die Durchsetzung von Arbeitnehmerinteressen findet in einer durchaus schwierigen Zeit statt. Politische Kontrahenten verfolgten und verfolgen die Absicht, die Unternehmensmitbestimmung, die Betriebsvertretung, die Tarifautonomie nachhaltig zu schwächen. Die thematische Herausforderung in den Betrieben besteht darin, ein zurück in vordemokratischen Zeiten zu verhindern und der Debatte eine andere Richtung zu geben.
Die damit verbundenen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und die betrieblichen Konflikte sind Herausforderungen, die durch Aktivitäten unserer betrieblichen Funktionäre bewältigt werden können.
Die Gestaltung arbeitnehmerorientierter Politik darf nicht am Betriebstor enden. Sie muss in die gesamte gesellschaftliche Debatte einfließen. Dazu ist es notwendig eindeutig Position zu beziehen.
Wir gestalten arbeitnehmerorientierte Politik in den Betrieben. Unsere betrieblichen Funktionäre mischen sich ein, reden mit und nutzen alle rechtlichen und politischen Möglichkeiten.
Rund 200 Vertrauensleute aus Berlin, Brandenburg und Sachsen führten am 24.11.2007 eien Aktionskonferenz zur Vertrauensleutewahl 2008 in Leipzig durch. Am Nachmittag installierten die Gewerkschafter unter dem Motto: "Nah dran und kompeternt - Alternativen sichtbar machen" Aktionsobjekte an vier verschiedenen Orten in der Leipziger Innenstadt.
Bildergalerie von der Konferenz
Präsentation für OV- / VL-Sitzungen (etwas ausführlicher - ppt 1,7 MB)
Präsentation für Delegiertenversammlungen (komprimiert - ppt 2,2 MB)




