Der Streit über den Einsatz von Leiharbeitern bei BMW Leipzig wird ab heute vor dem Arbeitsgericht der Stadt verhandelt. "Wir haben der Einstellung weiterer 1116 Leiharbeitskräfte widersprochen und wollen rechtlich klären lassen, was unter 'vorübergehend' zu verstehen ist", sagte der Betriebsratsvorsitzende Jens Köhler. Mit Blick auf einen Leiharbeiteranteil von bereits 40 Prozent im Werk fordert er mehr Festeinstellungen.
Werkverträge statt Leiharbeit: Das ist der neue Nr.-1-Hit von Arbeitgebern im Tarifdumping. Immer stärker sind davon auch ausländische Arbeitskräfte betroffen, vor allem aus Osteuropa. Der DGB Sachsen bietet Beratung und Informationen für Betriebsräte in Einsatzbetrieben. Die "Berliner Zeitung" vom 14. Februar gibt tiefere Einblicke in die neue Strategie von Unternehmern.
6,5 Prozent mehr Geld, die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten und bessere Bedingungen für Leiharbeit - die Diskussion über die Tarifziele der Metall- und Elektroindustrie geht in die heiße Phase. Am Mittwoch tagte dazu in Leipzig die Tarifkommission für Sachsen. Der Tenor: Einhellige Zustimmung zu den Forderungsempfehlungen der IG Metall. Erster Verhandlungstermin für Sachsen ist der 20. März. Unser neues Flugblatt gibt's hier
Trotz guter Wirtschaftsentwicklung bleibt die Lage auf dem Ausbildungsmarkt enttäuschend, kritisierte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock bei einer Bilanz des Ausbildungspakts. Schlechte Bedingungen während und geringe Übernahmequoten nach der Ausbildung führten vor allem im Hotel- und Gaststättengewerbe zu hohen Abbrecherquoten.
Porsche sollte keine Fördermittel für sein Werk in Leipzig beantragen, sagte Betriebsratschef Uwe Hück der "Leipziger Volkszeitung". Zudem wandte er sich gegen den zu hohen Anteil an befristeten und Leiharbeitsverhältnissen sowie den Ost-West-Unterschied bei den Einkommen.
Familie und Beruf - Ob und wie das in sächsischen Betrieben zusammengeht, diskutierten die Teilnehmer einer Tagung der IG Metall zum Abschluss eines Projekts am Donnerstag in Chemnitz. "Die zufriedenstellende Vereinbarkeit von Privatleben und Arbeit rückt jetzt vom Rand des gesellschaftlichen Bewusstseins stärker in den Mittelpunkt. Um hier voranzukommen, braucht es selbstbewusste Belegschaften und aktive Gewerkschaftsmitglieder. Ohne diese und ohne die Unterstützung der Politik geht es nicht", sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen.
Eine zukunftsorientierte Industrie- und Innovationspolitik, Technologietransfer sowie die Sicherung von Fachkräften und der Wert der Tarifbindung – darum ging es im Metalldialog, zu dem Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) die Sozialpartner der Metall- und Elektroindustrie am Montag nach Potsdam eingeladen hatte.