Nach dem Ende der Friedenspflicht zeigten rund 200 Metallerinnen und Metaller vor dem Werktor bei Osram in Berlin-Spandau, dass die Forderungen in der Tarifrunde ernst gemeint sind.
Die große Warnstreikwelle startet am 2. Mai mit rund 40 weiteren Betrieben.
Entschlossen für die Tarifziele kämpfen - viele Emotionen prägen den Auftakt der Tarifrunde 2012, zu dem sich Samstag vormittag mehr als 600 Metallerinnen und Metaller und ihre Familien am Alten Gasometer treffen. Mit toller Stimmung, Sonne und guter Laune fuhren Metaller in einem Motorradkonvoi zum Alten Gasometer. Ein Demozug der Jugend machte klar: die unbefristete Übernahme muss her! Ganz Zwickau wurde auf die Tarifrunde aufmerksam. Mit heißen Rhythmen eingestimmt, war der Gasometer schnell bis unters Dach gefüllt.
Osram leuchtete bei den Warnstreiks der Berliner Metallindustrie zuerst auf: Punkt Mitternacht, als die Friedenspflicht endete, zogen 200 Metaller in der Nacht zum Sonntag vor das Werktor von Osram Berlin. "Wenn verhandeln nichts bringt, handeln wir", sagte Betriebsrat Gottfried Dolinski.
Die IG Metall stellt sich nach provokanten Forderungen der Arbeitgeber auf eine harte Tarifrunde ein. Bei einem Treffen in Berlin bekräftigten Metallerinnen und Metaller: Sie wollen alle drei Forderungen nach Entgelt, Übernahme und fairer Leiharbeit gleichberechtigt durchsetzen. "Nach monatelangen Vorgesprächen und drei Tarifverhandlungen haben sich die Metallarbeitgeber keinen Zentimeter auf uns zu bewegt. Vielmehr verschärften sie den Konflikt in dieser Woche durch unannehmbare Gegenforderungen", sagte IG Metall-Bezirksleiter Olivier Höbel, der auch Verhandlungsführer ist.
"Wir gehen 2012 gemeinsam durch die Tarifrunde: Baden-Württemberg und Sachsen. Die unsichtbare Mauer in Deutschland muss fallen. Wir wollen gleiche Löhne für gleiche Arbeit und Perspektiven: Für die Jugend, für die Leiharbeitskollegen, in Ost und West", - mit seiner mitreißenden Rede begeisterte Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück Sachsens Metallerinnen und Metaller.
Die IG Metall rüstet sich für einen harten Tarifkampf: Mit einem machtvollen Bekenntnis zu ihren Forderungen haben mehr als 600 IG Metaller aus ganz Sachsen zum Auftakt der Tarifrunde 2012 am Samstag in Zwickau Stolz und Stärke demonstriert. Zum Flugblatt
Stimmung, Sonne, gute Laune. Und Entschlossenheit, für die Tarifziele zu kämpfen - viele Emotionen prägen den Auftakt der Tarifrunde 2012, zu dem sich Samstag vormittag mehr als 600 Metallerinnen und Metaller und ihre Familien am Alten Gasometer treffen. Schon vor Beginn der Veranstaltung rockte die Band Discovery mit heißen Rhythmen den bis unters Dach gefüllten Saal. Die Metaller fordern 6,5 Prozent mehr Entgelt, die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten und mehr Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte bei Leiharbeit.