Mit dem geplanten Betreuungsgeld hintertreibt die Bundesregierung ihre eigenen guten Ansätze bei der Förderung von Kindern. Das sagt der renommierte Gesundheits- und Sozialwissenschaftler Klaus Hurrelmann in der "Sächsischen Zeitung" am 17. April. Familienpolitik sei heute mehr als die finanzielle Unterstützung von Eltern.
Rote Taschen und Transparente am Brandenburger Tor in Berlin: Mit einer Kundgebung forderten Frauen aus Gewerkschaften, Wirtschaft und Politik am Freitag eine gerechte Bezahlung für ihre Leistung im Beruf. Die IG Metall dankt allen, die mitgemacht haben. Warum ausgerechnet am 23. März?
Die IG Metall in Berlin, Brandenburg und Sachsen fordert von Unternehmen und Politik gegen die deutlich schlechtere Bezahlung von Frauen aktiv vorzugehen. „Dass hierzulande Frauen bei gleicher Tätigkeit bereits seit 15 Jahren immer noch 23 Prozent weniger Einkommen als Männer erhalten, ist ein völlig inakzeptabler Zustand. Deutschland ist damit Negativ-Spitzenreiter unter den westlichen EU-Staaten“, sagte Jutta Ehlers, die in der IG Metall-Bezirksleitung für Frauen- und Gleichstellungspolitik zuständig ist.
Familie ja, aber nicht mehr das traditionelle Modell - so leben immer mehr Berlinerinnen und Berliner. Bei der Gestaltung ihrer Lebensverhältnisse stellen Männer und Frauen zunehmend die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben in den Vordergrund. Der neueste Berliner Datenreport zur Gleichstellung von Männern und Frauen ist jetzt online.
Tariffragen sind auch Frauenfragen. Nach diesem Motto mobilisieren die Metallerinnen in diesem Jahr für die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie. Die Forderungen der IG Metall sind passgenau - auch aus weiblicher Sicht.
Danke für die Blumen – sagen heute viele Frauen, deren Männer oder Kollegen auf Zack sind und ihnen eine Kleinigkeit für ihren Einsatz in Beruf und Familie überreichen. In vielen Betrieben von Berlin, Brandenburg und Sachsen ist diese schöne Tradition des 8. März lebendig – wie in der Keulahütte Krauschwitz (Foto). Die IG Metall erneuert am Frauentag ihre Forderung nach mehr weiblichen Führungskräften in den Chefetagen.
Familie und Beruf - Ob und wie das in sächsischen Betrieben zusammengeht, diskutierten die Teilnehmer einer Tagung der IG Metall zum Abschluss eines Projekts am Donnerstag in Chemnitz. "Die zufriedenstellende Vereinbarkeit von Privatleben und Arbeit rückt jetzt vom Rand des gesellschaftlichen Bewusstseins stärker in den Mittelpunkt. Um hier voranzukommen, braucht es selbstbewusste Belegschaften und aktive Gewerkschaftsmitglieder. Ohne diese und ohne die Unterstützung der Politik geht es nicht", sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen.