Der Streit über den Einsatz von Leiharbeitern bei BMW Leipzig wird ab heute vor dem Arbeitsgericht der Stadt verhandelt. "Wir haben der Einstellung weiterer 1116 Leiharbeitskräfte widersprochen und wollen rechtlich klären lassen, was unter 'vorübergehend' zu verstehen ist", sagte der Betriebsratsvorsitzende Jens Köhler. Mit Blick auf einen Leiharbeiteranteil von bereits 40 Prozent im Werk fordert er mehr Festeinstellungen.
Werkverträge statt Leiharbeit: Das ist der neue Nr.-1-Hit von Arbeitgebern im Tarifdumping. Immer stärker sind davon auch ausländische Arbeitskräfte betroffen, vor allem aus Osteuropa. Der DGB Sachsen bietet Beratung und Informationen für Betriebsräte in Einsatzbetrieben. Die "Berliner Zeitung" vom 14. Februar gibt tiefere Einblicke in die neue Strategie von Unternehmern.
Bis zu 6,5 Prozent mehr Entgelt, die unbefristete Übernahme Ausgebildeter und faire Bedingungen bei der Leiharbeit - über diese Forderungen für die Tarifrunde 2012 diskutieren die Metallerinnen und Metaller aktuell in Berlin und Brandenburg. Zwei Dinge sind dabei besonders deutlich: Die Zustimmung zur Forderungsempfehlung des IG Metall-Vorstands ist sehr groß, und alle drei Elemente sind für die Gewerkschaftsmitglieder gleichrangig. Die Metaller gehen selbstbewusst in die Tarifrunde.
Die IG Metall-Jugend geht in die Offensive: Mit einer Stimmzettel-Aktion wirbt sie in allen Belegschaften des Organisationsbereichs um Unterstützung für die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten - eine Forderung der Tarifrunde 2012. Die Stimmen aller sind gefragt. Wahlkarten gibt es bei den Betriebsräten und JAVen, oder hier zum Herunterladen.
6,5 Prozent mehr Geld, die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten und bessere Bedingungen für Leiharbeit - die Diskussion über die Tarifziele der Metall- und Elektroindustrie geht in die heiße Phase. Am Mittwoch tagte dazu in Leipzig die Tarifkommission für Sachsen. Der Tenor: Einhellige Zustimmung zu den Forderungsempfehlungen der IG Metall. Erster Verhandlungstermin für Sachsen ist der 20. März. Unser neues Flugblatt gibt's hier
Trotz guter Wirtschaftsentwicklung bleibt die Lage auf dem Ausbildungsmarkt enttäuschend, kritisierte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock bei einer Bilanz des Ausbildungspakts. Schlechte Bedingungen während und geringe Übernahmequoten nach der Ausbildung führten vor allem im Hotel- und Gaststättengewerbe zu hohen Abbrecherquoten.
Porsche sollte keine Fördermittel für sein Werk in Leipzig beantragen, sagte Betriebsratschef Uwe Hück der "Leipziger Volkszeitung". Zudem wandte er sich gegen den zu hohen Anteil an befristeten und Leiharbeitsverhältnissen sowie den Ost-West-Unterschied bei den Einkommen.