Das Ringen um einen Haustarifvertrag bei TechniLog in Ludwigsfelde wird härter. Am 27. Februar zeigten die Beschäftigten mit einem zwölfstündigen Warnstreik nachts im Dauerregen, dass es ihnen ernst ist. Ihre Botschaft: Der Arbeitgeber soll an den Verhandlungstisch zurückkehren.
Bis zu 6,5 Prozent mehr Entgelt, die unbefristete Übernahme Ausgebildeter und faire Bedingungen bei der Leiharbeit - über diese Forderungen für die Tarifrunde 2012 diskutieren die Metallerinnen und Metaller aktuell in Berlin und Brandenburg. Zwei Dinge sind dabei besonders deutlich: Die Zustimmung zur Forderungsempfehlung des IG Metall-Vorstands ist sehr groß, und alle drei Elemente sind für die Gewerkschaftsmitglieder gleichrangig. Die Metaller gehen selbstbewusst in die Tarifrunde.
Die IG Metall-Jugend geht in die Offensive: Mit einer Stimmzettel-Aktion wirbt sie in allen Belegschaften des Organisationsbereichs um Unterstützung für die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten - eine Forderung der Tarifrunde 2012. Die Stimmen aller sind gefragt. Wahlkarten gibt es bei den Betriebsräten und JAVen, oder hier zum Herunterladen.
Trotz guter Wirtschaftsentwicklung bleibt die Lage auf dem Ausbildungsmarkt enttäuschend, kritisierte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock bei einer Bilanz des Ausbildungspakts. Schlechte Bedingungen während und geringe Übernahmequoten nach der Ausbildung führten vor allem im Hotel- und Gaststättengewerbe zu hohen Abbrecherquoten.
Deutlich höhere Entgelte, Perspektiven für die Jugend und mehr Mitbestimmung für Betriebsräte über Leiharbeit im Unternehmen - das stellen die Metallerinnen und Metaller in Berlin, Brandenburg und Sachsen in den Mittelpunkt der Tarifrunde 2012.
Hier ist das Video des Flashmobs zur Operation Übernahme in Leipzig am 3. Dezember 2011. Die IG Metall-Jugend aus Berlin, Brandenburg und Sachsen gab auf dem Weihnachtsmarkt einen Vorgeschmack auf weitere Aktionen für die Übernahme Ausgebildeter in der kommenden Tarifrunde.
Die IG Metall stellt sich auf eine kämpferische Tarifrunde in Sachsen ein. Die Finanzkrise stellt die Gewerkschaft vor große Herausforderungen. "Aber wir werden nicht bei jeder schlechten Prognose vor Schreck erstarren", sagte Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, am Samstag auf einer Aktionskonferenz in Leipzig.