Neues Jahr, neues Entgelt. So könnte man die Situation im Kfz-Handwerk beschreiben.
Ab dem 1. Januar 2012 gelten neue Löhne, Gehälter und Entgelte.
Die Steigerung war bereits 2010 vereinbart worden. Im Vergleich zu den Erhöhungen 2010 und 2011 fallen sie gering aus. Dies liegt vor allem in der kürzeren Laufzeit.
Erhöhungen ab dem 1. Mai 2012 müssen in nächster Zeit verhandelt werden.
Weitere Informationen dazu gibt es bei den Betriebsräten der Kfz Betriebe.
Bereits jetzt beginnt die Suche für die neuen Auszubildenden in der Branche. Im Jahr 2011 konnten allerdings nicht alle Ausbildungsplätze besetzt werden. Laut Arbeitgeber mangelt es an geeigneten Bewerbern.
Jens Kiehle von der IG Metall Dresden kann dies nur bestätigen. „Mir sind mehrere namenhafte Kfz-Betriebe bekannt, die nicht alle geplanten Ausbildungsplätze besetzt haben.“ Dies liegt auch an der Höhe der Ausbildungsvergütungen in der Branche, so Kiehle weiter.
In einem Gespräch mit den Arbeitgebern der Tarifgemeinschaft Mitteldeutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V. (TG MDK) wurde versucht, die Ausbildungsvergütungen zu erhöhen, noch bevor die neuen Verträge geschlossen werden.
„Obwohl die TG MDK diese Situation bekannt ist und obwohl die Arbeitgeber wissen, dass dies die Fachkräftesituation noch mehr verschlechtert, sind sie nicht zu einer vorfristigen Erhöhung bereit“, gab sich Kiehle enttäuscht.„
Die positiven Ansätze des Gespräches mit der TG MDK wurden somit zunichte gemacht“, so Peter Friedrich, Verhandlungsführer der IG Metall.
Für die anstehenden Themen (wie z. B. Entgeltumwandlung, Altersteilzeit, Entgelt-TV für Berlin-Brandenburg) wurde Übereinstimmung in der Vorgehensweise erzielt.
Inhalte müssen noch verhandelt werden, das ist noch ein Stück Arbeit. Aber Grundsätze und der zeitliche Rahmen wurden besprochen.
Das Kfz-Gewerbe hat die höchste Rendite seit 12 Jahren. Die Arbeitgeber rechnen für 2012 mit einer steigenden und stabilen Entwicklung. Nach deren eigenen Umfrage erwarten 37 Prozent der Betriebe bessere und 58 Prozent eine stabile Geschäftstätigkeit - sowohl im Verkauf als auch im Service.
Die Tarifgemeinschaft Mitteldeutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V. sieht dies vor den Verhandlungen ganz anders: Die berechtigten Forderung der Beschäftigten im Kraftfahrzeughandwerk haben sie abgelehnt.
Das fängt ja gut an: Zur ersten Tarifverhandlung des Kfz-Handwerks in Berlin, Brandenburg und Sachsen stiegen die Arbeitgeber gleich voll auf die Bremse. Die IG Metall fordert für die 37 000 Beschäftigten 6,5 Prozent mehr Entgelt. Auch die Angleichung an den Westen soll vorankommen. Die Arbeitgeber lehnten alles ab.
20 Jahre nach der deutschen Einheit kommt jetzt eine neue Generation mit neuer Entschlossenheit – das vermittelten die Metallerinnen und Metaller aus ostdeutschen Kfz-Werkstätten und Autohäusern am Samstag zum Auftakt ihrer Tarifrunde 2012 in Magdeburg. Ihre Forderung an die Tarifgemeinschaft des mitteldeutschen Kfz-Gewerbes: 6,5 Prozent Plus und eine klare Perspektive zur Anpassung an die Entgelte im Westen. Für die 16 000 Beschäftigten in Sachsen-Anhalt haben die Tarifverhandlungen bereits begonnen. Für die 37 000 Beschäftigten im Tarifbezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen ist am 26. April Verhandlungsstart.
Die Kfz-Tarifrunde beginnt! Am 21. April 2012 findet die Auftaktveranstaltung statt: Im Tagungscenter Magdeburg, 39106 Magdeburg, Rogätzer Straße 8. Eingeladen sind Metaller und Metallerinnen aus der Branche in Berlin, Brandenburg und Sachse. Die Betriebsräte koordinieren und organisieren Fahrgemeinschaften.
Die Beschäftigten des Autozulieferers Aweba Aue bekommen mehr Geld und höhere Sonderzahlungen. Das legt ein neuer Tarifvertrag fest, den IG Metall und Geschäftsführer jetzt vereinbarten. Die IG Metall-Mitglieder stimmten bereits zu.
Am Dienstagvormittag, dem 17. Januar 2012, hat sich die Geschäftsleitung der Rudolph Automotive Logistik mit der IG Metall in Berlin auf eine Zusammenarbeit für die rund 120 Beschäftigten in Leipzig verständigt.