Das Beratungstelefon für Leihbeschäftigte ist seit dem 1. August 2012 kostenfrei.
Die Telefonnummer lautet ab August 0800 4463488.
Die Beratungszeiten sind unverändert: Montag, Dienstag, Donnerstag von 10 bis 16 Uhr, Mittwoch von 10 bis 18 Uhr und Freitag von 9 bis 12 Uhr.
Zum 1. April sind weitere Branchenzuschläge für Leiharbeiter in der Textilindustrie und in der Holz- und Kunststoffindustrie in Kraft getreten. Sie erhalten umso mehr Geld, je länger sie an einen Betrieb ausgeliehen sind.
Leiharbeiter können den Betriebsrat der Firma, in der sie eingesetzt sind, mitwählen. Das hat auch Auswirkungen auf die Zahl der Betriebsratsmitglieder der betreffenden Firma. Denn Betriebsräte kümmern sich um alle Beschäftigten, auch die Leiharbeiter. Das ist zusätzliche Arbeit, ohne dass die Zahl der Leiharbeiter bisher die Anzahl der Betriebsräte erhöhte. Das Bundesarbeitsgericht hat jetzt entschieden, was konsequent ist: Die Anzahl der Betriebsratsmitglieder hängt von allen Beschäftigten ab. Dabei zählen die Leiharbeiter mit.
Laut aktueller Statistik der Bundesagentur für Arbeit waren Ende Juni 2012 in Deutschland 908.000 Leiharbeitnehmer in 18.500 Verleihbetrieben beschäftigt, darunter 99.582 Leiharbeiter in Berlin, Brandenburg und Sachsen. Davon wiederum rund ein Drittel, bzw. 30.616 Leiharbeiter in den Metall- und Elektrobranchen.
Unzufrieden mit Arbeitsbedingungen und Dumpinglöhnen? Brandenburg setzt auf Sozialpartnerschaft, ein Erfolgsmodell, das die Bundesrepublik zu wirtschaftlicher Blüte geführt hat, und das sich in der Krise seit 2008 erneut bewährte. Die Kooperation von Gewerkschaften und Unternehmen sieht Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) als Standortvorteil für das Land.
Langjährig eingesetzten Siemens-Leiharbeitern will Siemens mehrere hundert Euro weniger pro Monat zahlen. Die bislang speziell für Siemens-Leiharbeiter geltende Betriebsvereinbarung soll ausgehebelt werden. IG Metall und Gesamtbetriebsrat werden diese Verschlechterung nicht akzeptieren!
Der monatelange Konflikt um die Leiharbeit bei BMW, über den auch vor Gericht verhandelt wurde, ist beigelegt. Gesamtbetriebsrat und Unternehmensführung unterzeichneten eine Betriebsvereinbarung für alle sechs deutschen Werke.
Für Leiharbeiter gibt es im November dieses Jahres gleich zweimal mehr Geld. Denn am 1. November steigen auch die Tarifentgelte der DGB-Tarifverträge mit BZA und IGZ. Beschäftigte in der mittleren Entgeltgruppe bekommen im Osten 10,68 statt 10,42 Euro und im Westen 12,21 statt 11,92 Euro. In der untersten Entgeltgruppe gib es in Westdeutschland pro Stunde 8,19 statt 7,89 Euro und in Ostdeutschland 7,50 statt 7,01 Euro.
Wer am 1. November dieses Jahres als Leiharbeiter bereits mindestens sechs Wochen beim selben Kundenbetrieb in der Metall- und Elektrobranche tätig sind und Mitglied der IG Metall sind, haben bereits ab dem 1. November einen Anspruch auf 15 Prozent Branchenzuschlag auf den Tariflohn für die Verleihbranche.