Die Metall-Tarifparteien in Baden-Württemberg haben ihre Verhandlungen am Mittwoch Morgen nach 20 Stunden unterbrochen und wollen sie am Freitag in Sindelfingen fortsetzen. Trotz leichter Annäherung sei ein Scheitern noch möglich, berichtete IG Metall-Bezirksleiter Olivier Höbel am Mittwoch Mittag auf einem Treffen der Verhandlungskommissionen für Berlin, Brandenburg und Sachsen in Berlin.
Am heutigen Dienstag wurden die Warnstreiks der IG Metall fortgesetzt. Am neunten Warnstreiktag im IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen beteiligten sich 5.300 Metallerinnen und Metaller aus 15 Betrieben in Berlin und Sachsen an Warnstreiks und Kundgebungen um die Forderungen der IG Metall zu unterstützen.
Inzwischen sind rund 32.000 Beschäftigte in Berlin, Brandenburg und Sachsen für die berechtigten Forderungen auf die Straße gegangen. Eine kraftvolle Demonstration der Entschlossenheit! Darüber sollten die Arbeitgeber nachdenken!
Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie entscheidet sich heute, ob das Scheitern der Verhandlungen erklärt werden muss und wir zu Urabstimmung und unbefristeten Streiks aufrufen.
Bisher weigern sich die Arbeitgeber hartnäckig, zu den für uns gleichrangigen Themen der Übernahme von Ausgebildeten und mehr Mitsprache bei Leiharbeit eine echte Lösung zu suchen. Auch beim Geld waren die Arbeitgeber mickrig: trotz hervorragender Geschäfte boten sie nur 3 Prozent für 14 Monate, was knapp 2,6 Prozent aufs Jahr gerechnet entspricht. Das wäre gerademal der Inflationsausgleich, jedoch keine echte Teilhabe der Beschäftigten am Erfolg der Unternehmen.
Zum Abschluss der zweiten Warnstreikwoche hat die IG Metall am Freitag im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie den Druck auf die Arbeitgeber weiter erhöht. Seit Beginn der Protestaktionen gegen die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber zogen an acht Warnstreiktagen insgesamt 27 000 Metallerinnen und Metaller aus 109 Betrieben in Berlin, Brandenburg und Sachsen vor die Werktore.
Zum Abschluss der zweiten Warnstreikwoche erhöhte die IG Metall am Freitag erneut den Druck auf die Arbeitgeber. In Leipzig machten rund 2 800 Teilnehmer ihre Warnstreik-Kundgebung zu einer der größten seit 1993 in der Region.
Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie weitet die IG Metall ihre Warnstreiks in Berlin, Brandenburg und Sachsen aus. Am Donnerstag beteiligten sich über 2.500 Beschäftigte aus sieben Betrieben an bis zu zweistündigen Warnstreiks, um die Forderungen der IG Metall zu unterstützen.
Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall am Mittwoch ihre Warnstreiks in Berlin-Brandenburg und Sachsen fortgesetzt. Am Mittwoch beteiligten sich 1 400 Beschäftigte aus sechs Betrieben an bis zu zweistündigen Warnstreiks, um die Arbeitgeber zum Einlenken zu bewegen.