Die Beschäftigten von Bosch Thermotechnik in Sachsen kämpfen seit Wochen um den Fortbestand ihres Standorts und ihrer 210 Arbeitsplätze. Die IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen schickte am Freitag eine Solidaritätsadresse an die Kolleginnen und Kollegen nach Neukirchen.
Die Tarifrunde 2013 für die Metall- und Elektroindustrie ist zu Ende. Die Tarifkommissionen der IG Metall haben der Übernahme des Pilotabschlusses von Bayern für Berlin und Brandenburg am Freitag mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Entgelte der rund 100 000 Beschäftigten steigen in zwei Stufen ab 1. Juli 2013 um 3,4 Prozent und ab 1. Mai 2014 um weitere 2,2 Prozent. Der Tarifvertrag endet am 31. Dezember 2014.
IG Metall und Arbeitgeber haben am Freitag in Leipzig den Tarifkonflikt beendet. Die Tarifkommission hat dem Ergebnis zugestimmt. Mit der Tarifeinigung erhalten die Beschäftigten in zwei Schritten 5,6 Prozent mehr Entgelt. Ab dem 1. Juli 2013 gibt es 3,4 Prozent und ab dem 1. Mai 2014 weitere 2,2 Prozent mehr Geld. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 20 Monate. Die Metallerinnen und Metaller in Sachsen profitieren so von der wirtschaftlichen Entwicklung und haben real mehr Geld in der Haushaltskasse.
IG Metall und Arbeitgeber haben am frühen Mittwochmorgen eine Tarifeinigung in Bayern erzielt. In zwei Schritten erhalten die Beschäftigten 5,6 Prozent mehr Entgelt. Ab dem 1. Juli 2013 gibt es 3,4 Prozent und ab dem 1. Mai 2014 weitere 2,2 Prozent mehr Geld. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 20 Monate. Für die Metallerinnen und Metaller konnte damit eine faire Teilhabe an der wirtschaftlichen Entwicklung mit einem realen Lohnzuwachs gesichert werden.
Mit weiteren Warnstreiks hat die IG Metall seit Wochenbeginn den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Für die Forderung nach 5,5 Prozent mehr Entgelt legten in Berlin, Brandenburg und Sachsen seit dem Ende der Friedenspflicht am 1. Mai bereits 25 000 Beschäftigte zeitweise die Arbeit nieder. "Wird bis Pfingsten kein Tarifergebnis gefunden, droht eine Eskalation des Konflikts", warnte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, am Dienstag in Berlin.
Nach der ersten Welle mit 18 000 Warnstreikenden wollen die Metaller in Berlin, Brandenburg und Sachsen jetzt noch mehr Druck entwickeln, um ein Tarifergebnis zu erzielen. "Wir sind kompromissbereit, aber wir können auch harte Konflikte austragen", sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen am Freitag in Berlin. Am Montag startet die zweite Warnstreikwelle der IG Metall.
Die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie in Berlin, Brandenburg und Sachsen verschärft sich. Seit dem Ende der Friedenspflicht am 1. Mai legten in Berlin-Brandenburg und in Sachsen über 18.000 Beschäftigte aus 92 Betrieben zeitweise die Arbeit nieder. IG Metall-Bezirksleiter Olivier Höbel: "Diese Welle war perfekt. Wir bleiben bei unserer Forderung nach 5,5 Prozent mehr Entgelt. Unsere Geduld ist nicht unendlich. Verhindern die Arbeitgeber nächste Woche eine tragfähige Lösung, schlagen wir die harte Gangart an."

Metall- und Elektroindustrie für die Tarifgebiete I, II und III
Metall- und Elektroindustrie Sachsen