
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Probleme der gesetzlichen Rentenversicherung wurde in der Tarifrunde 2006 in der Metall- und Elektroindustrie ein neuer Tarifvertrag über altersvorsorgewirksame Leistungen (TV AVWL) vereinbart. Dazu wurden die bisherigen Leistungen von 319 € des TV VWL in einen entsprechenden Altersbaustein umgewidmet. Dieser neue TV AVWL wird zum 01.10.2006 in Kraft treten. Für den Zeitraum zwischen dem 01.05.2006 und dem 30.09.2006 werden die bisherigen VWL wieder aktiv gestellt.
Weitere Infos im Flyer (pdf-Datei, 2 MB)
|
Der Parteienstreit über die Zukunft der Sozialsysteme lässt nicht nach. Immer drängender wird für Arbeitnehmer die Frage: "Werde ich im Alter auskömmlich leben?"
Die gesetzliche Rentenversicherung kann künftigen Rentnergenerationen keine Sicherheit für einen gleich bleibenden Lebensstandard mehr bieten. Am Langzeittrend, dass immer weniger Beitragszahler für immer mehr Rentner aufkommen müssen und die Beiträge nicht unendlich steigen können, kann keine Partei etwas ändern. Dutzende Versicherer haben diesen Boom-Markt längst entdeckt. Ihre verlockenden Angebote schaffen lediglich eines: Verunsicherung.
"Ich habe mich für die MetallRente entschieden. Das ist eine sichere Sache, schließlich haben IG Metall und Gesamtmetall darüber einen Tarifvertrag", sagt Günter Triebe, Betriebsratsvorsitzender im Werk Berlin der Otis GmbH. Seit die Tarifparteien das Versorgungswerk 2001 gründeten, hat es sich zum Musterschüler der Branche entwickelt. Mehrfach wurde es von Fachjurys ausgezeichnet. Im Mai 2005 empfahl die Zeitschrift
Finanztest den Pensionsfonds der MetallRente als einen der besten in der Bundesrepublik.
"Im Angestelltenbereich bei Otis haben viele das Angebot von MetallRente angenommen", sagt Triebe. Sorgen macht ihm, dass bisher nur zehn bis 15 Prozent der gewerblichen Arbeitnehmer mit im Boot sind. "Ich kann das verstehen, denn Arbeiter haben traditionell weniger Geld übrig.
Andererseits kann man schon mit einem Sparbetrag von 100 Euro brutto monatlich eine gute Rendite erzielen", weiß er. Günstig für Arbeitnehmer wirkt sich hier die staatliche Förderung aus, wie ein Rechenbeispiel beweist: Ein Facharbeiter zahlt von 3000 Euro Bruttoverdienst 100 Euro direkt in die Pensionskasse der MetallRente. Weil er damit Steuern und Sozialversicherungsbeiträge spart, zahlt er unterm Strich nur 44,32 Euro. In die Altersvorsorge fließen aber 100 Euro. Dabei gilt: Je früher jemand anfängt, zum Beispiel als Auszubildender, desto mehr Geld kommt im Alter zusammen. "Einsteigen lohnt sich zu jeder Zeit", sagt Günter Triebe. Als er vor drei Jahren in die Pensionskasse eintrat, war er 55. Im Jahr 2012 lässt er sich den Anlagebetrag auf einen Schlag auszahlen. Möglich wäre dann auch eine monatliche Rente. "Aber ich will das Geld lieber selbst in die Hand nehmen, vielleicht kaufe ich mir davon was Schönes", sagt er.
Auch Holger Rohde, Teamleiter bei der MetallRente-Beratungseinheit, will jetzt verstärkt Arbeiter und Arbeiterinnen für diese Form der betrieblichen Altersvorsorge gewinnen. "Wir können so günstige Konditionen bieten, weil wir in der Metall- und Elektroindustrie eine große Gruppe von Versicherten zusammenfassen. Die Arbeitgeber helfen Kosten sparen, weil das Geld nicht einzeln eingezogen wird, sondern über die jeweilige Buchhaltung. Und je mehr Leute sich anschließen, desto mehr lohnt es sich für alle. Außerdem können wir bei unseren Angeboten extrem schnell auf Gesetzesänderungen reagieren, weil wir sehr nahe bei der IG Metall und den Arbeitgebern sind. Übrigens haben sich auch viele Arbeitgeber, die ansonsten nicht tarifgebunden sind, unserem Versorgungswerk angeschlossen." Das erklärt er auch auf Betriebsversammlungen, zu denen er häufig eingeladen wird.
"Die Leute reagieren interessiert und nachdenklich", sagt Rohde. Regelmäßig zum Jahresende kommt dann der große Run auf die MetallRente. Kein Wunder, denn das ist die Zeit der ganz persönlichen Bilanzen und so mancher Entscheidungen für die Zukunft. Viele Beschäftigte setzen einen Teil oder ihr gesamtes Weihnachtsgeld für die MetallRente ein. Man kann ja statt monatlicher Beträge auch einmal im Jahr eine größere Summe einzahlen. Rohdes Team und seine Kolleginnen und Kollegen der bundesweit tätigen MetallRente-Beratungseinheit sind auf viel Arbeit eingestellt.
Marlis Dahne
![]() |
Holger Rohde leitet das Team der MetallRente-Beratungseinheit, dass IG Metall-Mitglieder vor Ort betreut.
Kurfürstendamm 237
10719 Berlin
Telefon 030 - 3153 2303
Telefax 030 - 3153 2991
Mobil 0172 - 858 2092
Holger.Rohde@allianzpp.com
Mehr Informationen:
Hotline: 01805-8211;80 16 80
Infos zur Metallrente bei der IG Metall bundesweit
Man kann auch die Betriebsräte der IG Metall und die Personalabteilungen fragen




