Stimmung, Sonne, gute Laune. Und Entschlossenheit, für die Tarifziele zu kämpfen - viele Emotionen prägen den Auftakt der Tarifrunde 2012, zu dem sich Samstag vormittag mehr als 600 Metallerinnen und Metaller und ihre Familien am Alten Gasometer treffen. Schon vor Beginn der Veranstaltung rockte die Band Discovery mit heißen Rhythmen den bis unters Dach gefüllten Saal. Die Metaller fordern 6,5 Prozent mehr Entgelt, die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten und mehr Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte bei Leiharbeit.
Zur dritten Tarifverhandlung der Metall- und Elektroindustrie Berlin und Brandenburg demonstrierten rund 350 Kolleginnen und Kollegen vor dem Verhandlungslokal.
Das Video zeigt einen Vorgeschmack auf die kommenden Tage. Jetzt geht es richtig los! Die Offerte des Arbeitgeberverbands am Mittwoch war eine Provokation! Magerkost und Mogelpackung, die eine Lösung nur vortäuscht.
Das fängt ja gut an: Zur ersten Tarifverhandlung des Kfz-Handwerks in Berlin, Brandenburg und Sachsen stiegen die Arbeitgeber gleich voll auf die Bremse. Die IG Metall fordert für die 37 000 Beschäftigten 6,5 Prozent mehr Entgelt. Auch die Angleichung an den Westen soll vorankommen. Die Arbeitgeber lehnten alles ab.
Mit einem kulturellen Tarifauftakt bereiten wir uns im Tarifgebiet Berlin-Brandenburg am kommenden Samstag auf die heiße Phase der Tarifrunde und dem Ende der Friedenspflicht in Berlin vor. (Die Friedenspflicht endet um Mitternacht)
Treffpunkt Samstag, 28. April 2012, Beginn 19:00 Uhr am Grill
IG Metall Bildungszentrum Berlin, Pichelssee
Unterhaltung, Live-Musik, Essen und Trinken sind garantiert.
Ein Fest für alle in der Familie! Bitte vorher in der Verwaltungsstelle anmelden!
In der heutigen dritten Tarifverhandlung für die Metall- und Elektroindustrie blieben die Arbeitgeber auch für Sachsen weit hinter ihren selbst gesteckten Zielen für eine rasche Einigung in der Metalltarifrunde zurück. IG Metall Bezirksleiter Olivier Höbel bezeichnete den Lösungsvorschlag des VSME als „eine Provokation, die eine Lösung nur vortäuscht“.
Die IG Metall Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen legt angesichts der angekündigten Standortschließung bei First Solar und den drohenden Arbeitsplatzverlusten in Ostbrandenburg ein 7-Punkte-Programm mit Vorschlägen und Forderungen zur Krisenbewältigung vor.
Darin benennt die IG Metall die wichtigsten Handlungsfelder, die dazu beitragen sollen, Arbeitsplätze zu retten und die industrielle Basis der Solarindustrie in Brandenburg zu stabilisieren.
Die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie Berlin-Brandenburg haben mit ihrer starren Haltung bei der dritten Tarifverhandlung am Mittwoch in Berlin den Konflikt verschärft, sagen die Tarifkommissionen der IG Metall.
Resolution und Flugblatt
Die dritte Tarifverhandlung für die 100 000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie Berlins und Brandenburgs blieb am Dienstag in Berlin ergebnislos. "Die Offerte des Arbeitgeberverbands ist eine Provokation, die eine Lösung nur vortäuscht", sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall.
Leiharbeitskräfte müssen nicht in ihrem Einsatzbetrieb arbeiten, wenn dort Warnstreik ist. Was sie außerdem tun müssen und dürfen, beantwortet ein neues Faltblatt der IG Metall. Die Botschaft: Die MetallerInnen streiten in dieser Tarifrunde auch für faire Bedingungen bei Leiharbeit. Sie freuen sich über solidarisches Verhalten ihrer Kolleginnen und Kollegen auf Zeit.
Die Chefs von Ferrostaal Maintenance Eisenhüttenstadt (FSME) stellten sich auch am Dienstag quer bei den Verhandlungen zur Übernahme des Tarifabschlusses für die ostdeutsche Stahlindustrie von 2011. Keine Bewegung seit dem 7. Februar, das ist unakzeptabel, konstatiert die IG Metall-Tarifsekretärin Jutta Ehlers, die die Verhandlungen führt. Am 2. Mai ist Mitgliederversammlung.