3,8 Prozent Plus gibt es ab 1. Dezember für die 8 000 Beschäftigten der ostdeutschen Stahlindustrie. Viele fragen: Wie viel ist das konkret für mich? Welcher Betrag landet am Ende des Monats auf meinem Konto? Hier kommen die neuen Tabellen für Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen. Einen Rechtsanspruch haben nur Mitglieder der IG Metall.
Mit Warnstreiks erhöhten die Metaller der ostdeutschen Stahlindustrie am Montag den Druck auf die Arbeitgeber. "Wir haben keinen Grund, Verzicht zu üben", sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, zu Beginn der Frühschicht vor rund 700 Warnstreikenden bei ArcelorMittal (EKO) in Eisenhüttenstadt. Am Morgen waren 1 400 ostdeutsche Stahlkocher im Warnstreik.
Die zweite Tarifverhandlung für die 8 000 Beschäftigten der ostdeutschen Stahlndustrie endet am Donnerstag in Berlin ergebnislos. Die Arbeitgeber lehnten die Forderungen der IG Metall ab und legten kein Angebot vor. Die Antwort der IG Metall: Am Montag Warnstreiks. Flugblatt und
»Übernahme - unbefristet!« - mit diesem Sprechchor begrüßten rund 200 Metallerinnen und Metaller aus den ostdeutschen Stahlbetrieben die Arbeitgeber am Donnerstag in Berlin.
Die erste Tarifverhandlung für die rund 8 000 Beschäftigten der ostdeutschen Stahlindustrie endete am 3. November in Berlin ohne Ergebnis. Der nächste Verhandlungstermin ist der 17. November.
Die Tarifkommission für die rund 8000 Beschäftigten der ostdeutschen Stahlindustrie hat am Donnerstag in Berlin eine Forderung von sieben Prozent beschlossen. Die aktuellen Tarifverträge für Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen laufen am 31. Oktober aus. Die erste Tarifverhandlung findet am 3. November in Berlin statt. Außerdem geht es um eine unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und verbesserte Altersteilzeit-Regelungen. Steigen die Löhne und Gehälter, gibt es gemäß der Vereinbarung zwischen IG Metall und Arbeitgebern von 2010 auch höhere Vergütungen für die in der Branche tätigen Leiharbeiter.
Die Mitglieder der Tarifkommission für die ostdeutsche Stahlindustrie haben am 23. September 2011 einstimmig für die Kündigung der Einkommenstarifverträge zum 31. Oktober 2011 beschlossen. In den Betrieben werden jetzt die Forderungen diskutiert.