Der Streit über den Einsatz von Leiharbeitern bei BMW Leipzig wird ab heute vor dem Arbeitsgericht der Stadt verhandelt. "Wir haben der Einstellung weiterer 1116 Leiharbeitskräfte widersprochen und wollen rechtlich klären lassen, was unter 'vorübergehend' zu verstehen ist", sagte der Betriebsratsvorsitzende Jens Köhler. Mit Blick auf einen Leiharbeiteranteil von bereits 40 Prozent im Werk fordert er mehr Festeinstellungen.
Bis zu 6,5 Prozent mehr Entgelt, die unbefristete Übernahme Ausgebildeter und faire Bedingungen bei der Leiharbeit - über diese Forderungen für die Tarifrunde 2012 diskutieren die Metallerinnen und Metaller aktuell in Berlin und Brandenburg. Zwei Dinge sind dabei besonders deutlich: Die Zustimmung zur Forderungsempfehlung des IG Metall-Vorstands ist sehr groß, und alle drei Elemente sind für die Gewerkschaftsmitglieder gleichrangig. Die Metaller gehen selbstbewusst in die Tarifrunde.
Die IG Metall-Jugend geht in die Offensive: Mit einer Stimmzettel-Aktion wirbt sie in allen Belegschaften des Organisationsbereichs um Unterstützung für die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten - eine Forderung der Tarifrunde 2012. Die Stimmen aller sind gefragt. Wahlkarten gibt es bei den Betriebsräten und JAVen, oder hier zum Herunterladen.
6,5 Prozent mehr Geld, die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten und bessere Bedingungen für Leiharbeit - die Diskussion über die Tarifziele der Metall- und Elektroindustrie geht in die heiße Phase. Am Mittwoch tagte dazu in Leipzig die Tarifkommission für Sachsen. Der Tenor: Einhellige Zustimmung zu den Forderungsempfehlungen der IG Metall. Erster Verhandlungstermin für Sachsen ist der 20. März. Unser neues Flugblatt gibt's hier
Ärger beim IT-Dienstleister Nextira One: Die Beschäftigten des weltweit agierenden Unternehmens protestierten am 6. Februar vor der Deutschland-Zentrale in Teltow bei Berlin gegen Einkommensverluste. Sie begleiteten damit Gespräche zwischen der IG Metall Potsdam und der Firmenleitung. Auch Kollegen aus anderen deutschen Standorten beteiligten sich am Protestmarsch. Was bringt sie auf die Palme?
Porsche sollte keine Fördermittel für sein Werk in Leipzig beantragen, sagte Betriebsratschef Uwe Hück der "Leipziger Volkszeitung". Zudem wandte er sich gegen den zu hohen Anteil an befristeten und Leiharbeitsverhältnissen sowie den Ost-West-Unterschied bei den Einkommen.
Deutlich höhere Entgelte, Perspektiven für die Jugend und mehr Mitbestimmung für Betriebsräte über Leiharbeit im Unternehmen - das stellen die Metallerinnen und Metaller in Berlin, Brandenburg und Sachsen in den Mittelpunkt der Tarifrunde 2012.