IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen - 18.05.2012
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Metall-Tarifrunde 2012: Stimmen für die Übernahme

Die IG Metall-Jugend geht in die Offensive: Sie startete am Mittwoch in Berlin eine Stimmzettel-Aktion für die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten - eine Forderung, die die Gewerkschaft in der kommenden Tarifrunde durchsetzen will. Alle können mitmachen, die Stimmen aller sind gefragt. Dafür gibt es hier eine Wahlkarte und das neueste Flugblatt zum Herunterladen.

 

Download

Wahlkarte

Flugblatt

 



Worum geht es uns?

Zum 31. Dezember 2009 läuft das Altersteilzeitgesetz aus, und die politisch Verantwortlichen sehen keine Notwendigkeit in seiner Verlängerung.

 

Dazu kommt: Die Bundesagentur für Arbeit ist ganz stolz darauf, dass im letzten Jahr mehr Ausbildungsstellen geschaffen worden sind. Dabei gibt es  nach wie vor für über 300.000 Jugendliche keinen Ausbildungsplatz.

Uns geht es darum,

 

bei der Regelung zum Ausstieg den Einstieg in den Beruf mit zu fördern!


Was ist das Altersteilzeitgesetz?

Und was hat nun ausgerechnet die IG-Metall-Jugend mit der Altersteilzeit zu tun? Für uns ist doch noch weit hin, bis es uns betrifft.

 

Irrtum: Denn wenn die Älteren früher gehen, werden eher Plätze frei für uns. Wenn Arbeitsplätze auf diese Weise weitergegeben werden, bekommen die Betriebe dafür Geld von der Bundesagentur.

 

Aus dem Gesetz...

 

§1 Abs. 1

Durch Altersteilzeitarbeit soll älteren Arbeitnehmern ein gleitender Übergang vom Erwerbsleben in die Altersrente ermöglicht werden.

§1 Abs. 2

Die Bundesagentur für Arbeit fördert durch Leistungen nach diesem Gesetz die Teilzeitarbeit älterer Arbeitnehemer,...

und damit die Einstellung eines sonst arbeitslosen Arbeitnehmers ermöglichen.

 

Im Altersteilzeitgesetz ist also geregelt, daß wenn ein Betrieb für einen Altersteilzeitler jemand Neues einstellt, er eine Förderung von der Bundesagentur für Arbeit erhält.

 

An die Regelung zum Ausstieg ist also eine Regelung zum Einstieg gekoppelt.

Das ist eine Chance für ältere Kollegen und Kolleginnen eher aus dem Betrieb raus zukommen. Und eine Chance auf Beschäftigung, von jüngeren und arbeitslosen KollegInnen.


Das ist wichtig und gut!

Diese gesetzliche Regelung ist eine interessante Option für ältere Kollegen im Betrieb, da viele nicht bis zum Renteneintrittsalter von 65 (bald 67) arbeiten können oder wollen. Denn physisch/psychisch schonende Arbeitsplätze, etwa ohne hohen Leistungsdruck oder ohne Schichten, werden immer seltener.

Damit wird ein vorzeitiger Ausstieg für viele die einzige Möglichkeit, gesund den Ruhestand zu erreichen.

 

Für Jüngere ist es eine Möglichkeit, der Arbeitslosigkeit zu entkommen. Denn durch die Altersteilzeitregelung steigt der Bedarf an Arbeitskräften. Damit verbessern sich für die Jungen die Einstiegschancen in den Beruf nach ihrer erfolgreichen Ausbildung.

 

Gleichzeitig erhöht sich auch der Bedarf an qualifiziertem Berufsnachwuchs und mehr Ausbildungsplätze stehen zur Verfügung.

Von dieser Regelung profitieren also viel mehr Kollegen als nur die älteren.



Was hängt noch dran?

Auf Grundlage des Altersteilzeitgesetzes hat die IG Metall einige Tarifverträge abgeschlossen, unter anderem den Tarifvertrag "Beschäftigungsbrücke".

In diesem Tarifvertrag ist das betriebliche Vorgehen bei Altersteilzeitlern beschrieben. Zugleich regelt er die Übernahme der Auszubildenden für mindestens zwölf Monate.


Wenn nun das Altersteilzeitgesetz wegfällt.

Bei Wegfall des Altersteilzeitgesetzes würden auch bestimmte Tarifverträge der IG Metall ihre Wirkung verlieren.

 

Am Beispiel des Tarifvertrages "Beschäftigungsbrücke" würde somit auch die betriebliche Übernahme der Auszubildenden für zwölf Monate in Frage stehen. Die Möglichkeit für Ältere, eher auszuscheiden, fiele weg. Damit wäre auch die Chance für Jüngere, eher in den Betrieb reinzukommen, zerschlagen.


Was können und sollten wir tun?

Als erstes, haben sowieso nur Mitglieder der IG Metall einen Anspruch auf die tarifvertragliche Übernahme Regelung.

Deshalb werde jetzt Mitglied. ...

 

Neben den tarifvertraglichen Begebenheiten kommt es bei diesem Thema aber darauf an, eine politische Auseinandersetzung zuführen.

 

Wir brauchen eine Fortführung der Förderung von Altersteilzeit!


Darum machen wir uns Stark für die


Was wir tun könnten

Wir müssen das Thema unter die Leute bringen und entsprechenden Druck auf die Politik erzeugen, um eine gesetzliche Nachfolgeregelung zu erreichen.

 

Welche Möglichkeiten gibt es?

  • Postkarten an Bundestagsmitglieder
  • Anschreiben an Bundestagsmitglieder
  • Gespräche mit Parteien und Regierung
  • Besuch unserer Abgeordneten
  • Aktionen der OJA´s vor Ort

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