Anti-Rassismus

Aufstehen gegen Rassismus: Metallerinnen sind dabei

  • 12.02.2017
  • md
  • Aktuelles

Die Metallerinnen aus Berlin, Brandenburg und Sachsen unterstützen die Initiative "Aufstehen gegen Rassismus". Das beschloss der Bezirksfrauenausschuss der Gewerkschaft in dieser Woche. Mit Blick auf erstarkende rechtsextreme und fremdenfeindliche Kräfte sei eigene Aktivität von Gewerkschafterinnen die richtige Antwort, sagte Nele Heß von der IG Metall-Bezirksleitung.

Auf einer Tagung am 8. Februar hatte der Bezirksfrauenausschuss mit Vorkämpferinnen der Initiative „Aufstehen gegen Rassismus“ diskutiert und in praktischen Übungen Möglichkeiten zur Abwehr rassistischer Hetze trainiert. Dabei gibt es Unterschiede, ob uns gewiefte Politiker, Freunde und Kollegen oder aggressive Neonazis gegenüberstehen. Dafür gibt es Angebote auf der Website der Kampagne.

 

Stammtischkämpferinnen werden ausgebildet

Ein Herzstück der Kampagne  „Aufstehen gegen Rassismus“ ist die Ausbildung von StammtischkämpferInnen. Sie lernen, auf verbale Angriffe aus der rassistischen Ecke zu reagieren – im  Gespräch mit der Tante ebenso wie mit Freunden beim Grillen oder im Sportverein. Da fallen schon mal Sprüche, die einem die Sprache verschlagen. Viele ärgern sich dann, weil sie keine passenden Worte des Widerspruchs fanden. Der Stammtisch ist überall, sagen die Initiatorinnen der Anti-Rassismus-Kampagne: "Aber wir sind auch überall, und wir können durch Widerspruch, deutliches Positionieren und engagierte Diskussionen ein Zeichen setzen, die Stimmung in unserem Umfeld beeinflussen und unentschlossenen Menschen ein Beispiel geben", sagt Anna von der Initiative.


"Aufstehen gegen Rassismus" bietet sechsstündige Trainings für angehende Stammtischkämpferinnen an. Interessiert? Kontakt:  Stefanie.Haberkerndon't want spam(at)igmetall.de koordiniert die Anfragen.

 

Bereits 2016 hatte die Bezirksfrauenkonferenz  einstimmig beschlossen, die Initiative politisch zu unterstützen. „Jetzt kommt es darauf an, die Idee der Initiative  breit bekannt zu machen und unseren Kolleginnen und Kollegen die Teilnahme an den Trainings zu ermöglichen“, so Nele Heß. „Rassistischer Hetze stellen wir uns genauso entgegen wie einem Zurück an den Herd, wie es die Programmatik der AFD vorsieht.“
 



Aktuelles

Pinnwand







Mein Leben - Meine Zeit

  • Dirk Wüstenberg

    Betriebsratsvorsitzender bei Otis ES in Berlin

    „38 Stunden arbeiten – aber nur für 35 Stunden bezahlt werden. Standortsicherung sollte sich nicht über zwölf Jahre hin ausdehnen.“

    mehr...
  • Junge Metallerinnen und Metaller

    aus dem BMW Werk in Leipzig

    "Drei Stunden wöchentlich: Das sind zweieinhalb Jahre Lebenszeit für Familie, Ehrenamt, Hobbys und Bildung."

    mehr...
  • Tino Nösel

    Betriebsrat und Vertrauenskörperleiter Continental Automotive GmbH in Limbach-Oberfrohna, Vertrauenskörperleiter und freigestellter Betriebsrat

    „Um bessere und gesündere Schichtmodelle zu kreieren, brauchen wir die 35-Stunden-Woche. Die Freizeitblöcke wären größer, die Gestaltung der Arbeitszeit wäre für die Kolleginnen und Kollegen besser machbar.“

    mehr...
  • Philipp Prause

    Jugend- und Auszubildendenvertreter im VW Motorenwerk in Chemnitz

    „Wir sparen im Betrieb Überstunden in Arbeitszeitkonten an. Ich möchte über diese Zeit selbst verfügen können.“

    mehr...
  • Doris Lucht

    Betriebsratsvorsitzende in der UAIMG im Unfallkrankenhaus Berlin

    „Schichtarbeit = Einsamkeit, kein Privatleben, hoher Krankenstand“

    mehr...