Kompromiss bei den Netzentgelten

IG Metall begrüßt Entscheidung

  • 30.06.2017
  • pf/md
  • Aktuelles

Bewegung bei den Netzentgelten: Nach einem Kompromissbeschluss im Deutschen Bundestag werden Stromnetzentgelte für die gesamte Bundesrepublik vereinheitlicht. Das ist für die IG Metall „ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen, am Freitag in Berlin.

Der Kompromiss sorge für Gerechtigkeit bei den Netzentgelten – besonders in strukturschwachen Regionen. Höbel lobte die Beharrlichkeit der Abgeordneten, dank der noch in der laufenden Legislaturperiode eine Lösung im Deutschen Bundestag gefunden wurde.

 

„Damit werden Standortnachteile und –risiken insbesondere für die energieintensive Industrie abgebaut“, sagte HöbelDies sichere Arbeitsplätze in den Wirtschaftsregionen von Berlin, Brandenburg und Sachsen.

 

Umweltschutz und weitere Fortschritte bei der Einführung erneuerbarer Energien seien auch künftig ein wichtiges Anliegen der IG Metall. „Wir werden unsere Positionen und Ideen auch weiterhin bei allen Akteuren in Politik und Wirtschaft einbringen“, sagte Olivier Höbel. 

 

Hintergrund:

Die Erzeugungsmenge und daraus resultierende Stromnetz-Gebühren erneuerbarer Energien sind regional sehr unterschiedlich. Deshalb sind die Kosten dafür in Ostdeutschland doppelt so hoch wie in West- oder Süddeutschland. Laut einer Kurzanalyse der Agora Energiewende zahlt eine Familie in Brandenburg bei einem Verbrauch von 3 500 kWh im Jahr 416 Euro Netzentgelt, in Bremen aber nur 196 Euro. Eine Bäckerei mit 80 000 kWh zahlt für die Netznutzung in der Uckermark 7 974 Euro, in Bremen dagegen

2 942 Euro.



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