Immer mehr Väter beteiligen sich an der Betreuung ihrer neugeborenen Kinder. Das zeigen die Daten aus der Elterngeldstatistik des Bundesfamilienministeriums. Danach stieg der Anteil der Väter an den bewilligten Elterngeldanträgen seit dem vierten Quartal 2006 von 3,5 Prozent auf 13,7 Prozent im zweiten Quartal 2008.
Quelle: Bundesministerium für Familie
Der Bundesrat hat im Dezember 2008 das "Erste Gesetz zur Änderung des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes" (BEEG)" verabschiedet. Die Änderungen beinhalten unter anderem: Die Einführung einer Mindestbezugsdauer von zwei Monaten, eine "Großelternzeit" sowie eine erleichterte Anpassung des Elterngeldantrags bei Änderungen der persönlichen Situation.

Das sozialwissenschaftliche Forschungs- und Beratungsinstitut SowiTra hat ein Forschungsprojekt mit dem Titel "Das neue Elterngeld" gestartet.
Ziel des Projekts ist es, die betrieblichen Erfahrungen von Vätern in Elternzeit zu erheben und daraus Handlungsempfehlungen zu erstellen, wie die Arbeitswelt väterfreundlicher und damit auch geschlechtergerechter gestaltet werden kann. "Wir möchten mehr darüber erfahren, was Väter hemmt oder fördert, stärker für die Familie da zu sein", sagte Stefan Reuyß vom SowiTra.
Für dieses Vorhaben suchen die Sozialwissenschaftler erwerbstätige Väter, die die neue Elterngeldregelung in Anspruch genommen haben, sowie Betriebe, in denen die Inanspruchnahme der neuen Regelung besonders gut oder noch schwierig ist.
Außerdem wurde eine Väter-Online-Befragung eingerichtet, an der sich Interessierte beteiligen sollten: http://www.vaeter-in-elternzeit.de
Direktkontakt: SowiTra – Institut für sozialwissenschaftlichen Transfer Stefan Reuyß, Telefon: 030 530 14 279, Mail: stefan.reuyss@sowitra.de