Elektrohandwerk

Aktenzeichen Elektrohandwerk: Genau hinsehen!

  • 17.10.2017
  • mw-aw
  • Aktuelles, Elektrohandwerk, Jugend/Azubis

Seit 15 Monaten ist die Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages für Auszubildende im Elektrohandwerk in Berlin und Brandenburg in Kraft. Eine Umfrage unter den Auszubildenden zeigt jetzt, dass immer noch Betriebe nach unten abweichen.

Plakat Allgemeinverbindlichkeit, Stangendiagramm Ergebnisse

50 Verstösse unter 387 Befragten

Bei jedem siebten Auszubildenden werden die vereinbarten Sätze nicht eingehalten. „Ich bin überrascht, denn in dem Umfang kann ich kaum von Einzelfällen sprechen“, so Michael Wolf, Gewerkschaftssekretär der IG Metall. „Hier müssen die zuständigen Stellen gründlicher ihrer Überwachungsfunktion nachkommen.“ Die Allgemeinverbindlichkeit (BAnz AT 12.07.2016 B6) bezieht sich auf die aktuellen tariflichen Vergütungen des jeweiligen Ausbildungsjahres.

Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr nehmen die Abweichungen zu

Während zu Beginn der Ausbildung sehr genau auf die korrekten Vergütungen geachtet wird, ändert sich dies beim Wechsel des Ausbildungsjahres. Hier nahmen die Betriebe bei jedem sechsten Auszubildenden im zweiten Ausbildungsjahr (16,1 Prozent) und bei jedem dritten Auszubildenden im dritten Jahr (28,8 Prozent) nicht die notwendige Anpassung vor.

„Wir haben über 500 Informationskärtchen mit den aktuellen Vergütungssätzen in der Aktionswoche an der Berufsschule verteilt“, berichtet Maren Otte, ehrenamtliche Referentin der IG Metall. „Ich rate jedem Auszubildenden seine Abrechnungen sorgfältig zu prüfen und Handlungsmöglichkeiten abzuschätzen.“

Die IG Metall Berlin berät und unterstützt die Auszubildenden im Elektrohandwerk. Unter anderem mit einem Infoabend am 24. Oktober 2017 um 18 Uhr im IG Metall Haus, Alte Jakobstraße 149, Berlin-Kreuzberg:

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