Statement

Doris Schaloski

stellvertretende Betriebsratsvorsitzende bei Siemens in Berlin

„Flexibilität ist für mich wichtig. Warum nicht einmal einen Monat Sabbatical einlegen, um Zeit für sich zu haben. Zeit, die ich selbst gestalten kann.“

Ich finde, dass Arbeitszeit flexibel gestaltbar sein sollte, je nach Lebensphase. Beim Thema Sabbatical oder bei Freizeitblöcken sollte es mehr Möglichkeiten geben und mehr Kolleginnen und Kollegen sollten diese nutzen. Ich arbeite 11 Monate im Jahr, das heißt ich habe dieses Jahr im Sommer einen Monat komplett frei. Das ist ein Zugewinn an Freizeit, den ich großartig finde.

Ich habe einfach meinen Chef gefragt und seine Zustimmung erhalten. Mittlerweile haben wir einige Kolleginnen und Kollegen, die sich diese Auszeit gönnen. Dies wird durch Vertretungen organisiert oder in Zeiten, in denen weniger zu tun ist, da es planbar ist. Im vorherein werden die freien Monate festgelegt und jeder weiß, wann er da ist bzw. in welchem Monat man nicht da ist.

Zuerst wollte ich meine wöchentliche Arbeitszeit reduzieren.  Aber wenn man die Wochenarbeitszeit kürzt, wird die Arbeit nicht weniger. Man verdichtet die Arbeit nur. Wenn ich einen Monat weg bin, bleibt wenig liegen. Das bedeutet, dass ich monatlich weniger Geld bekomme. Es ist wie Urlaub. Sabbatical ist eine unbezahlte Freistellung für 1, 2 bis maximal 12 Monate. Sabbatical ist freie Zeit für mich und Zeit für Familie und Freunde.