Statement

Vanessa Budnick

Mitglied der Tarifkommission, Mercedes-Benz Ludwigsfelde

„Arbeitszeit sollte nicht verfallen und es sollte sich nicht überarbeitet werden. Wenn für die anfallende Arbeit genügend Beschäftigte eingestellt werden, muss auch nicht zu viel gearbeitet werden.“

Für mich ist besonders wichtig, dass die tarifliche Arbeitszeit auch eingehalten wird - ob 38 oder 35 Stunden. Arbeitszeit sollte nicht verfallen und es sollte nicht zu viel gearbeitet werden. Oft kommen kurzfristige Arbeiten am Tag dazu – und man möchte nicht nach Hause gehen, bevor diese Aufträge erledigt sind. So überzieht man seine Arbeitszeit und zieht sich selbst damit über den Tisch. Ich will, dass wir selbst über unsere Zeit verfügen können.

Mein Wunsch: Dass die Arbeitszeit besser geregelt wird oder dass für viel Arbeit auch die richtige Anzahl an Mitarbeitern vorhanden ist. Ich finde es falsch, wenn ein Job, der eigentlich von drei Leuten gemacht wird, nur von zwei Leuten gestemmt wird.

Ich teile mir eine Stelle – halb im Personalwesen und halb im Veranstaltungsdienst. Eigentlich ist so viel Arbeit vorhanden, dass zwei Vollzeitkräfte gebraucht würden. Wenn noch jemand eingestellt werden würde, müsste ich keine Überstunden machen.

Durch das Einhalten der tariflichen Arbeitszeit gäbe es für mich persönlich zwei Vorteile: Einmal könnte ich selbst bestimmen, wann ich meine Zeit mit Freizeit ausgleichen kann. Und es könnte eine zweite Kollegin eingestellt werden, um die Arbeit zu schaffen –diese Kollegin könnte mich vertreten, wenn ich meine Arbeitszeit ausgleiche.

Mercedes-Benz Ludwigsfelde produziert mit rund 2.400 Beschäftigten die offene Bauvariante des Sprinters (inkl. Praktikanten, Azubis, Leiharbeitnehmern).