Statement

Nico Augner

Betriebsrat und Vertrauensmann bei GE in Berlin

„Flexibilität – na klar, aber mein Privatleben darf nicht darunter leiden.“

Flexibilität geht in meinen Augen nur, wenn mein Privatleben nicht darunter leidet. Ich will weiterhin Zeit für meine Familie und meine Hobbys haben. Wenn es notwendig ist, arbeite ich auch mal mehr. Aber es muss möglich sein, dass ich mein Leben leben kann.

Wir haben ein flexibles Gleitzeitsystem. Auch wenn die Arbeitgeber immer mehr Flexibilität fordern, sollten die Kollegen ganz individuell ein Mitspracherecht haben, ob diese Flexibilität in ihr Leben passt.
Wichtig ist mir, dass ich selbst bestimmen kann, wann ich meine Überstunden abbaue. Wir haben zwar eine 35-Stunden-Woche, aber sie wird von den wenigsten eingehalten.

Wenn wir wissen, dass viele Überstunden anfallen, sollte auch jemand zusätzlich eingestellt werden. Wichtig ist mir, dass wir alle bewusst mit unseren 35 Stunden umgehen und diese auch einhalten. Flexibilität ist gut – aber in Maßen.

Auch die Arbeitgeber sollten in die Pflicht genommen werden, darauf zu achten, das die 35-Stunden-Woche eingehalten wird und keine geleisteten Stunden verfallen. Überstunden und Gleitzeitkonten sind ein gutes Mittel, um Auftragsspitzen abzuarbeiten, aber sie sollten nicht genutzt werden, um die 35-Stunden-Woche zu unterwandern und damit die Entstehung von Arbeitsplätzen zu verhindern.

Wir brauchen eine planbare Zukunft. Die Angst um den Arbeitsplatz verleitet auch schon mal dazu, über die Maßen viel zu arbeiten – und damit zu leben, dass die Mehrstunden verfallen.

Bei GE Power Conversion in Berlin sind derzeit rund 710 Beschäftigte mit der Entwicklung branchenführender Technologien und integrierter Lösungen bei der Energieumwandlung tätig. Es werden Lösungen für die Energieinfrastruktur für Kunden aus den Bereichen erneuerbare Energien, Öl und Gas, Marine, Industrie und Energieversorgung entwickelt.