Statement

Michael Hellriegel

Betriebsratsvorsitzender bei Siemens Schaltanlagenbau in Leipzig

„Die 35-Stunden-Woche ist notwendig. Mit der Industrie 4.0 wird sich die Arbeitswelt grundlegend wandeln. Damit entsteht die Notwendigkeit einer Arbeitszeitverkürzung.“

Das Wichtigste an der 35-Stunden-Woche ist die Möglichkeit, die Arbeitszeit abzusenken und gleichzeitig Zeit für Qualifikation zu haben, um sich fit für die Zukunft zu machen.

Die bisherigen Arbeitszeitmodelle werden an vielen Arbeitsplätzen der Zukunft nicht mehr funktionieren. Es geht aber weiterhin darum, die Beschäftigten vor übermäßiger Ausbeutung zu schützen. Dafür braucht es auch neue Modelle.

Mobiles Arbeiten wird an Bedeutung gewinnen und besonders im Angestelltenbereich das Modell der Zukunft sein. Mobiles Arbeiten kann zur Work-Life-Balance beitragen, aber dafür muss es vernünftig gestaltet sein.

Im Siemens Schaltanlagenbau im Leipziger Werk werden von rund 350 Beschäftigten Niederspannungsschaltanlagen für Kunden weltweit hergestellt.