Filmabend

Arbeiten wir um zu leben oder leben wir um zu arbeiten?

  • 24.01.2016
  • bg
  • Aktuelles, Bildergalerie

Am vergangenen Dienstag lud die IG Metall Bezirksleitung zum Filmabend ins Kino Moviemiento am Kottbusser Damm ein. Gezeigt wurde vor vollem Haus, der vom Regisseur Konstantin Faigle produzierte Film "Frohes schaffen". Es ging um die Bedeutung der Arbeit und der Frage, ob die Zeit nicht reif sei, wieder an der Uhr zu drehen und ein Stück unserer Zeit von den Arbeitgebern zurückzufordern.

Foto: Christian v. Polentz

In den vergangenen Jahren ist die Arbeitszeit zunehmend angestiegen. Die Diskussionen in unseren Regionen zeigen deutlich:  Wir wollen eine Verkürzung der Arbeitszeit und damit mehr Zeitsouveränität gewinnen.

 

Arbeit ist eine Sucht, ein Fetisch, ein Mantra, das uns tagtäglich umgibt. Sie ist zugleich Sicherheit, Selbstbestätigung und Existenzberechtigung. Der Film FROHES SCHAFFEN hinterfragt diesen heiligen Lebenssinn der Arbeit.  Konstantin Faigles essayistisch-satirische Doku-Fiktion zeigt: Der moderne aufgeklärte Mensch ist nicht frei von Irrglauben und geistigem Zwang. Er hat längst einen anderen Gott erwählt: „Die Arbeit“.

 

Anhand ein paar weniger Protagonisten schildert Faigle, wie unglücklich Arbeit machen kann. Da wäre der 47-jährige Ingenieur, der alleine lebt und nichts außer seiner Arbeit hat – solange, bis er an Burn-out erkrankt. Da ist die 37-jährige Selbstständige, die irgendetwas mit Medien macht und sich von Auftrag zu Auftrag hangelt, um über die Runden zu kommen. Für etwas anders findet sie keine Zeit, eine Familie hat sie nicht. Und da ist der 75-jährige Rentner, ebenfalls einsam, der seit dem Ruhestand nicht mehr weiß, was er mit seiner Zeit anfangen soll.

 

Begrüßt wurden die Gäste von Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, durch den Abend moderierte Anne Karl, Beauftragte für die Studierendenarbeit der IG Metall Bezirksleitung. In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum wurde das Thema Zeit sehr rege aufgegrffen. Die im Film gezeigten, individuellen Lösungsmuster sah man kritisch, da in der Erfahrungswelt vieler Zuschauer eine kollektive Lösung erfolgsversprechender sei. Mit dabei im Podiumsgespräch war auch Felix Wittmann vom Konzeptwerk Neue Ökonomie, Zeitwohlstand Leipzig  sowie Melinda Mehling Soziologie des Ingenieurberufs / Blue Engineering.

 


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