Tarif/Metall- und Elektroindustrie

Zweiter Warnstreiktag: 3000 Metaller auf der Straße für mehr

  • 02.05.2016
  • md
  • Aktuelles, Tarif, Metall-/Elektro, Bildergalerie

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall am Montag ihre Warnstreiks fortgesetzt. Für ihre Forderung nach fünf Prozent mehr Entgelt legten 3 000 Beschäftigte in Berlin, Brandenburg und Sachsen die Arbeit für eine bis zwei Stunden nieder.

Warnstreik in Leipzig: Neue Halberg Guss macht Druck für Tariferhöhung von fünf Prozent. Foto: Wolfgang Zeyen

In Berlin starteten am Morgen 280 Beschäftigte der Automobilzulieferer Pierburg und
Bosch Sicherheitssysteme mit einem Autokorso zu ihrer Warnstreikkundgebung. Im brandenburgischen Peitz versammelten sich Warnstreikende von Babcook Borsig Steinmüller, ABB Automation GmbH Cottbus, Sempell GmbH Peitz und Sulzer Pumpen Peitz. Beim Warnstreik von Schaeffler in Luckenwalde machten die Metallerinnen und Metaller die Forderung nach Angleichung der Vergütung von Auszubildenden an das Niveau in Sachsen sowie deren Anbindung an das Facharbeiter-Eckentgelt zum Thema ihrer Aktion.

 

Bombardier: Warnstreik war zugleich Aktionstag

 

Die Belegschaften des Bahnherstellers Bombardier machten ihren Warnstreik auch zum Aktionstag für den Kampf um Arbeitsplätze. Das Unternehmen ist durch Missmanagement in Turbulenzen geraten. Um die drohenden Massenentlassungen abzuwenden, haben die Betriebsräte ein neues Stategiekonzept entwickelt, über das sie schnellstmöglich mit dem Unternehmen verhandeln wollen.

 

In Görlitz und Bautzen beteiligten sich 1 800 Beschäftigte an den Aktionen, in Hennigsdorf folgten 350 Metallerinnen und Metaller dem Aufruf der IG Metall. "Die sehr gute Teilnahme am Bombardier-Aktionstag in Brandenburg und Sachsen zeigt, dass die Belegschaften bereit sind, Tarifverträge und Arbeitsplätze zu verteidigen", sagte IG Metall-Bezirksleiter Olivier Höbel. Dies sei eine gute Voraussetzung, um weitere Aktionen und den Widerstand gegen den Kahlschlag bei Arbeitsplätzen zu organisieren.

 

In Chemnitz beteiligten sich mehr als 300 Beschäftigte von Siemens WKC am Warnstreik. Die Belegschaft der Neuen Halberg-Guss GmbH in Leipzig, die vor Jahren mit einem Masseneintritt in die IG Metall bekannt wurde, zog mit 250 Beschäftigten zum Warnstreik vor das Werktor.

 


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