Tag der Arbeit

1. Mai: Russlands Krieg stoppen, Energieversorgung sichern, Industrie stärken

  • 30.04.2022
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Nach zwei Jahren Corona-Pause demonstrieren die Beschäftigten an diesem 1. Mai zum ersten Mal wieder auf den Straßen. „Nicht nur deswegen ist dieser 1. Mai ein ganz besonderer Tag der Arbeit“, sagte IG Metall-Bezirksleiterin Birgit Dietze. „In Zeiten von Krieg in Europa wollen wir an diesem Sonntag ein starkes Zeichen für den Frieden setzen. Gleichzeitig werden die Kundgebungen deutlich machen, dass die Politik in der aktuellen Energiekrise industrielle Arbeitsplätze und damit den sozialen Zusammenhalt in Deutschland stärken muss.“

Europa braucht eine neue, stabile Friedensordnung“, betonte Birgit Dietze, IG Metall Bezirksleiter Berlin Brandenburg Sachsen. „Wir fordern die Bundesregierung auf, ihre Politik ganz auf die Herstellung von Frieden in Europa auszurichten.“ Die IG Metall Berlin Brandenburg Sachsen trete für einen scharfen Kurs gegenüber dem russischen Aggressor ein. Es gelte aber, bei der Auswahl der Sanktionen genau auf ihre Wirkung zu achten. Eine klare Absage erteilte Dietze Überlegungen, die Gaseinfuhren aus Russland sofort einzustellen. „Die IG Metall unterstützt alle Maßnahmen, die dazu beitragen, den Krieg zu beenden und Putin zu stoppen. Ein abrupter Stopp der Gasimporte aus Russland aber würde den Krieg nicht verkürzen und der deutschen Industrie und ihren Beschäftigten und damit Deutschland als starkem Akteur in Europa schweren Schaden zufügen.“

Dietze rief die Bundesregierung dazu auf, die Energieversorgung der Industrie sicherzustellen. „Wenn den Stahlherstellern und anderen Branchen auf einen Schlag ein Großteil der Energie wegbricht, reißen Wertschöpfungsketten und die Produktion kommt in vielen Bereichen zum Stillstand. Dies gefährdet die Industrieproduktion und damit die Arbeitsplätze und den sozialen Zusammenhalt in Deutschland. Gerade die derzeitige Krise zeigt, dass nur eine hohe, eigene Wertschöpfungstiefe und ein zügiges industrielles Umsteuern in Richtung einer nachhaltigen Dekarbonisierung vor einer gefährlichen Abhängigkeit von internationalen Lieferketten bewahren. Wir brauchen eine leistungsfähige, starke Industrie mit hochwertigen Arbeitsplätzen hier vor Ort. Nur so kann es gelingen, den sozialen Zusammenhalt zu fördern.“

 Unter dem Motto „GeMAInsam Zukunft gestalten“ rufen der Deutsche Gewerkschaftsbund, die IG Metall und die anderen DGB-Gewerkschaften auch in Berlin, Brandenburg und Sachsen zu Aktionen und Kundgebungen an diesem 1. Mai auf.


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