2. Mai 1933

85. Jahrestag der Erstürmung der Gewerkschaftshäuser in Berlin

  • 03.05.2018
  • aw
  • Aktuelles

Am 2. Mai 1933 besetzten die nationalsozialistischen Machthaber mit SA-Leuten alle Gewerkschaftshäuser in Berlin. Sie verhafteten viele Gewerkschaftsfunktionäre und enteigneten das gesamte Vermögen der Gewerkschaften. Zahlreiche aktive Gewerkschaftsmitglieder wurden vom nationalsozialistischen Terrorregime systematisch verfolgt und ermordet. Der Deutsche Gewerkschaftsbund Berlin-Brandenburg hat am 2. Mai mit mit einer Gedenkfeier am früheren Sitz seiner Vorläuferorganisation ADGB der Erstürmung aller Gewerkschaftshäuser in Berlin vor 85 Jahren erinnert.

DMV-Haus 1945

Der Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Christian Hoßbach sagte in seiner Eröffnung: „Der 2. Mai ist der dunkelste Tag in der Gewerkschaftsgeschichte in Berlin und Brandenburg. Wir werden die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter nicht vergessen, die unter Einsatz von Freiheit, Gesundheit und Leben den Widerstand gegen den Faschismus organisierten. Auch heute gilt es, unsere Demokratie zu verteidigen, gegen die großen Vereinfacher und Spalter. Wenn einzelne Gruppen angegriffen werden, wie jüngst mit den Angriffen auf Kippa-Träger geschehen, müssen wir sofort reagieren.“

 

Im Rahmen der Gedenkfeier sagte Annelie Buntenbach, Mitglied des geschäftsführenden DGB-Bundesvorstandes: „Der 2. Mai sollte für uns auch eine Mahnung sein, dass man sich neuen und alten Faschisten konsequent entgegenstellen muss, mit allem Engagement. Gewerkschaften müssen sich einmischen, für Demokratie, Menschenwürde und Respekt!“

 

Berichterstattung:

 

rbb, Abendschau am 2. Mai 2018

 

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