MAN-Aktionstag

Aktionstag: „Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz bei MAN!“

  • 23.09.2020
  • kk
  • Aktuelles

„Nein zum Job-Abbau und Ja zum eigenen Servicenetz!“ Auch die MAN-Betriebe und -Niederlassungen im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen haben sich am 22. September mit Aktionen am bundesweiten Aktionstag beteiligt. Die Beschäftigten wehren sich gegen die kürzlich verkündeten Pläne des Fahrzeugbauers, der rund 9500 Arbeitsplätze streichen will. Einige Betriebe sollen ganz geschlossen werden.

Aktion bei MAN in Plauen - Foto: Ellen Liebner

Aktion bei MAN in Plauen - Foto: Ellen Liebner

Protest gegen die MAN-Pläne: Beschäftigte der MTBD in Leipzig beteiligten sich am bundesweiten Aktionstag.

In Dresden beteiligten sich die Kolleginnen und Kollegen aus den MAN-Servicebetrieben in ...

... Kaditz und Nickern am bundesweiten Aktionstag. Fotos: IG Metall

Zu den Werken, die den MAN-Plänen zum Opfer fallen sollen, gehört auch das MAN Bus Modification Center in Plauen. Die IG Metall Zwickau und der Betriebsrat hatten am 22. September zu einer Protestkundgebung auf dem Betriebsgelände aufgerufen. Nahezu alle der 150 Beschäftigten, unter ihnen auch die rund 20 Auszubildenden, waren dem Aufruf gefolgt und protestierten gegen die Schließung ihres Betriebs.

„Wir werden diese Entscheidung nicht akzeptieren“, sagte Thomas Knabel, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Zwickau. „Die Standort- und Beschäftigungssicherung, die von MAN-Konzernbetriebsrat und MAN-Vorstand unterschrieben wurde und für alle Standorte der MAN Truck & Bus bis zum Ende 2030 gilt, muss die Basis für die anstehenden Verhandlungen sein.“
Unterstützt werden sie dabei von zahlreichen Vertretern aus Kommunal-, Landes- und Bundespolitik, unter ihnen Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) und Marco Wanderwitz (CDU), Ostbeauftragter des Innenministeriums. Martin Dulig versicherte den MAN-Beschäftigten, um jeden Arbeitsplatz kämpfen zu wollen. In der kommenden Woche fährt er eigens – in Begleitung des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) zum MAN-Vorstand nach München, um sich dort für den Standort in Plauen stark zu machen.

Auch in Leipzig beteiligten sich die Kolleginnen und Kollegen von MAN Truck und Bus am Aktionstag. In der MTBD sollen 1500 Stellen wegfallen. „Die Nachricht hat eingeschlagen wie eine Bombe! Unsere MTBD soll massiv Stellen abbauen und in das ‚Streichkonzert‘ der gesamten MAN mit einstimmen. So nicht! Wir bringen jeden Tag Bestleistungen. Wir waren diejenigen, die MTBD an die Spitzenposition bei Marktanteilen und Service-Zufriedenheit gebracht haben“, erklärte Steffen Ziegler, Betriebsratsvorsitzender der MTBD Leipzig und gleichzeitig Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats. „Unsere Kolleginnen und Kollegen haben das Land während der Pandemie mit am Laufen gehalten. Jetzt kommt das Dankeschön in Form von Job-Abbau. Nicht mit uns! Jetzt heißt es Flagge zeigen und sich wehren! Der Kampf hat begonnen.“

Geschlossen stehen auch die Beschäftigten aus den beiden Dresdner MAN-Servicebetrieben in Kaditz und Nickern hinter der Forderung des Gesamtbetriebsrats und der IG Metall. Sie nahmen den Aktionstag ebenfalls zum Anlass, um gegen die Stellenabbaupläne zu protestieren.

 


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