Vertrauensleutewahlen 2020

„Als Vertrauensmann habe ich einen Gestaltungsanspruch“

  • 29.01.2020
  • gl-kk
  • Aktuelles, Vertrauensleutewahlen 2020

Mit Bengalos, Bannern und Drohnenaufnahmen hat die VW-Belegschaft in der Gläsernen Manufaktur in Dresden für den Standorterhalt gekämpft. Mit Erfolg! So macht Vertrauensleutearbeit nicht nur Spaß, sondern motiviert andere Kolleginnen und Kollegen mitzumachen. Martin Maatz (34), Vertrauenskörperleiter in der Dresdener Manufaktur, erzählt, warum er auch bei der Vertrauensleutewahl 2020 wieder kandidiert.

Martin Maatz ist Vertrauenskörperleiter der Gläsernen Manufaktur von VW in Dresden. Foto: privat

„Mein Ehrenamt als Vertrauensmann macht mir vor allem deshalb Spaß, weil es unglaublich viele Themen gibt, bei denen ich aktiv mitgestalten kann.
Da ich auch Mitglied im Betriebsrat bin, bekomme ich viele Problemstellungen mit und kann diese dann als Leiter des Vertrauenskörpers mit meinen Kollegen unmittelbar besprechen und Lösungsansätze suchen.
Vertrauensleute sind unabhängiger als der Betriebsrat, der an viele Regeln gebunden ist. Als Vertrauenskörper können wir die Themen im Betrieb aufnehmen, Ideen für wirksame Aktionen entwickeln und diese dann direkt umsetzen.

Gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, fördert auch die Teambildung. Dazu tragen bereits einfache Erfolgserlebnisse bei. So wurden wir zum Beispiel mit unserem Transparent auch als kleiner Standort auf Bildern der Fairwandel-Demo der IG Metall in Berlin wahrgenommen. Das macht es dann einfacher, neue Leute für die VL-Arbeit zu motivieren. So war unser Video zur Sicherung des Standorts Dresden, in dem wir mit Bengalos, Banner und Drohnenaufnahmen unseren Forderungen Nachdruck verliehen haben, ein großer Erfolg in der Belegschaft. 

Das Video war ein Baustein des Erfolgs und für viele Kolleginnen und Kollegen war es die Erfahrung, dass wir als Vertrauenskörper auch ein Signal senden können: ,Wir sind da und mit uns ist zu rechnen!‘ Das motiviert und gibt Selbstvertrauen – auch denen, die bisher vielleicht noch nicht so aktiv waren.

Für mich steht fest: Ich möchte auch in Zukunft aktiv als Vertrauensmann weitermachen, denn ich habe einen Gestaltungsanspruch und möchte im Team mit den anderen Vertrauensleuten alle Möglichkeiten nutzen, die wir bei der Gestaltung unserer zukünftigen Arbeit haben.“

Das Gespräch mit Martin Maatz führte Gundula Lasch.


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