Stahl Ost

Arbeitgeber und IG Metall: Stahl ist als Zukunftsbranche für Auszubildende attraktiv

  • 13.06.2018
  • md
  • Aktuelles

Die Stahlindustrie ist auch im Osten Deutschlands eine High-Tech-Branche mit Zukunft, sind sich Arbeitgeber und IG Metall einig. Bei einem Treffen berieten sie am Mittwoch in Berlin, wie die Branche angesichts sinkender Bewerberzahlen für neue Auszubildende attraktiver werden kann. Gemeinsam entwickelten IG Metall, Vertreter des ostdeutschen Stahlarbeitgeberverbands, Betriebsräte und Jugendvertreter Ideen dazu.

Stahl ist Zukunft! Demonstration 2016 in Berlin Foto: Christian von Polentz, transitfoto.de

Auf vielfältige Weise versuchen die Unternehmen auf Messen, mit Werbung und Informationsveranstaltungen an Schulen sowie in ihren Berufsbildungszentren, junge Menschen für die Arbeit in  der Stahlindustrie zu interessieren. Das reicht aber nicht aus. Noch ist zu wenig bekannt, wie weit die Digitalisierung bereits in die Stahlproduktion vorgedrungen ist, wie weitgehend der Handlungsspielraum, die Verantwortung und die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen sind. Statt Fließbandarbeit gibt es hier Prozesse, die stets neu und anders ablaufen und gesteuert werden müssen. Dabei kommt es auf Kreativität und fundiertes Wissen an. Dies muss noch stärker in  die dreieinhalbjährige Ausbildung einfließen, sagten Arbeitgeber und IG Metall.

 

Arbeitsplätze in der von Schichtarbeit geprägten Stahlindustrie werden attraktiver durch tariflich geregelte Arbeitsbedingungen sowie zusätzliche soziale Angebote für eine bessere Vereinbarkeit von  Beruf und Privatleben sowie gute Aufstiegsmöglichkeiten in den Unternehmen, betonten die Vertreter der IG Metall. "Auch lukrative Arbeitszeitmodelle wie bei uns die wahlweise  33-Stunden-Woche gehören dazu", sagte Holger Wachsmann, Betriebsratsvorsitzender bei ArcelorMittal Eisenhüttenstadt (EKO), des größten ostdeutschen Stahlbetriebs.

 

Neben der eindrucksvollen  technologischen Entwicklung, hoben die Arbeitgeber hervor, sei die Sicherheit der Arbeitsplätze und die relative Konfliktfreiheit in der Stahlbranche, die durch die Montan-Mitbestimmung gestützt werden. 

 

Die Tarifparteien  beschlossen, ihren Dialog  fortzusetzen. Die IG Metaller schlugen vor, im Frühjahr eine Zukunftskonferenz für die ostdeutsche Stahlindustrie zu veranstalten.


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