06.11.2025 | Die Beschäftigten der Holz- und Kunststoffindustrie machen sich bereit für die Tarifrunde 2025. Die Forderung: fünf Prozent mehr Geld und ein kräftiger Zuschlag für Azubis. In Berlin-Brandenburg und Sachsen geht es zusätzlich um die Angleichung an das Niveau in Sachsen-Anhalt. Die Lohnlücke muss endlich geschlossen werden. Die ersten Verhandlungen starten im Dezember.
Der Vorstand der IG Metall hat die Forderungen für die über 166.000 Beschäftigten der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie beschlossen. Die Entgelte sollen um 5 Prozent steigen und Auszubildende sollen eine überproportionale Erhöhung bekommen.
Im den Tarifgebieten Berlin-Brandenburg und Sachsen sind in drei verbandsgebunden und zwei Anerkennungstarif-Betrieben insgesamt ca. 1.100 Arbeitnehmer tätig. In der anstehenden Entgelt-Tarifbewegung wird in unserem Bezirk zusätzlich eine weitere Angleichung an das Tarifniveau in Sachsen-Anhalt gefordert. Aktuell beträgt die Differenz zum Eckentgelt in Sachsen 1,28 € pro Stunde. In Berlin-Brandenburg sind es ca. 150 Euro je Monat weniger, die auf dem Lohnzettel stehen. In der letzten Tarifrunde konnte hier eine Annäherung durchsetzt werden - Dank des Drucks vieler Beschäftigter. Dieses Signal der Entschlossenheit gilt es noch einmal zu senden, denn es wird uns nicht geschenkt werden.
Die erste Verhandlungsrunde für Berlin-Brandenburg findet am 3. Dezember, für Sachsen am 16. Dezember statt. Weitere Infos stehen im beigefügten Tarif-Flugblatt.
Hintergrund:
Der Vorstand der IG Metall hat die Forderungen für die anstehende Tarifbewegung der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie beschlossen. Auf Empfehlung der Tarifkommissionen fordert die IG Metall 5 Prozent höhere Entgelte und eine überproportionale Erhöhung für Auszubildende für die bundesweit über 166 000 Beschäftigten bei Möbel-, Platten-, Fertighaus-, Caravan-Herstellern, Automobilzulieferern und weiteren Branchen. In die Entscheidung über die Forderung sind unterschiedliche Aspekte eingeflossen: von der Lage in den Betrieben, über das Konsumklima bis zur Inflationsrate.
Zuvor hatte eine Umfrage der IG Metall in den Betrieben gezeigt, worauf es den Beschäftigten in dieser Tarifrunde ankommt: 65 Prozent der Befragten wollen mit einer Lohn- oder Gehaltserhöhung ihre gestiegenen Kosten ausgleichen. Dieses Bild zieht sich durch die unterschiedlichen Branchen und Regionen. Ralf Köhler, Verhandlungsführer für die Tarifgebiete Berlin-Brandenburg und Sachsen: „Unsere Forderung trägt der angespannten wirtschaftlichen Lage der Betriebe Rechnung und berücksichtigt die zu erwartende Inflation, die Entwicklung der Produktivität sowie die etwas besser werdenden Aussichten ab 2026 in der Branche.“