ZF Getriebe Brandenburg an der Havel

Betriebsrat und IG Metall setzen sich erfolgreich für Entfristungen ein

  • 11.10.2017
  • aw
  • Aktuelles

ZF Getriebe in Brandenburg an der Havel produziert wegen sehr hoher Auslastung rund um die Uhr. In diesem Jahr wurden mehrere hundert Stellen ausgeschrieben. Die neuen Kolleginnen und Kollegen wurden nur befristet eingestellt.

Carmen Bahlo, Betriebsratsvorsitzende ZF Getriebe Brandenburg - Foto: Frank Schnelle

ZF stellt beispielsweise das 8-Gang-Doppelkuppelungsgetriebe für den neuen Porsche Panamera her. Das Unternehmen hat seit Herbst 2016 schon mehr als 500 zusätzliche Beschäftigte eingestellt. Auch für 2018 sieht die Auftragslage sehr gut aus.

„Wir haben uns nicht quer gestellt, als es darum ging, die Bänder rund um die Uhr laufen zu lassen“, berichtet Carmen Bahlo, Betriebsratsvorsitzende bei ZF Brandenburg. „Zum Teil arbeiten wir in Vollkonti-Schichten mit fünf Teams 33 Stunden pro Woche. Ein großer Teil der Neueinstellungen ist an dieses Schichtmodell gekoppelt, dessen Laufzeit derzeit bis zum 31. Dezember 2017 befristet ist. Dennoch ist der Anteil von befristeten Arbeitsverhältnissen mit fast 30 Prozent der Belegschaft viel zu hoch.“

Nach einigen auch schwierigen Verhandlungen gibt es eine Einigung mit dem Unternehmen: Vereinbart wurde, dass 150 befristet Beschäftigte in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden. Zunächst wurden zum 1. Oktober 40 Beschäftigte unbefristet übernommen. In weiteren Stufen werden pro Monat bis Dezember 2017 je 20 Beschäftigte entfristet.

Weitere 70 Entfristungen sind im ersten Quartal 2018 vorgesehen. „ZF ist ein tarifgebundenes Unternehmen und damit für die Region ein hochattraktiver Arbeitgeber“, so Ilko Vehlow, Tarifsekretär in der IG Metall Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen. „Hier wird sichtbar, was gut gelebte Sozialpartnerschaft mit sich bringt: Sicherheit für Menschen in unserer Region.“


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