Textil Ost

Der Einstieg bei der Arbeitszeit für die Textilindustrie Ost muss kommen

  • 28.06.2018
  • bg-aw
  • Aktuelles, Tarif

Am 26. Juni trafen sich die IG Metall und der Arbeitgeberverband vti erneut, um über Arbeitszeitverkürzungen in der Textilindustrie im Osten zu sprechen. Der Arbeitgeberverband hatte sich beim Tarifabschluss 2017 verpflichtet, mit der IG Metall über die Verkürzung der Arbeitszeit zu reden. Die IG Metall erwartet einen verbindlichen Weg zur 37-Stunden-Woche. Im Vorfeld gab es zahlreiche Aktionen in Textil-Betrieben im Bezirk.

Wecker-Aktion bei Aqualeuna - Foto: IG Metall

Wecker-Aktion bei Getzner - Foto: IG Metall

Wecker-Aktion bei Lear in Eisenach - Foto: IG Metall

Lear in Eisenach - Foto: IG Metall

Ontex in Großpostwitz - Foto: IG Metall

Bruno Banani in Chemnitz - Foto: IG Metall

Die IG Metall hat am Dienstag die Ergebnisse der durchgeführten Arbeitszeitumfrage vorgestellt. Danach ist für 85 Prozent der Beschäftigten die 40-Stunden-Woche die arbeitsvertragliche Realität. Wenn die Überstunden hinzugerechnet werden, so arbeiten 91 Prozent der befragten Beschäftigten 40 Stunden und mehr in der Woche. Außerdem arbeiten 90 Prozent der Befragten in zwei- oder mehrschichtigen Betrieben.

 

"Fast die Hälfte der Beschäftigten sind laut der Befragung mit ihrer Arbeitszeit unzufrieden. Das überrascht nicht, da 90 Prozent in Schichtarbeit eingebunden sind. Arbeitszeitverkürzung ist somit eine ganz praktische Form des Gesundheitsschutzes und zugleich eine Frage der Gerechtigkeit, denn 28 Jahre nach dem Fall der Mauer müssen auch hier gleiche Arbeitsverhältnisse hergestellt werden ", sagte Bodo Grzonka, zuständiger Bezirkssekretär. "Die Arbeitgeber verweisen darauf, dass die reale Arbeitszeit in drei Schichtbetrieben kürzer ist als die tarifliche Arbeitszeit. Allerdings handelt es sich hierbei um die tarifliche festgelegte bezahlte Pause, die einen Ausgleich für die gesundheitsschädliche Schichtarbeit darstellt. Häufig laufen die Anlagen auch während dieser Pause durch. Die Arbeitgeber haben faktisch keine Sekunde verloren."

 

Im August wird es in den Gesprächen mit dem Arbeitgeberverband auch um die tariflichen und betrieblichen Umsetzungen von Schichtarbeit in Westdeutschland gehen.

 

Berichte von Wecker-Aktionen aus dem Bezirk:

 

IG Metall Ostsachsen:

Mehr als 100 Kolleginnen und Kollegen von Ontex waren am Montag zur sogenannten „Weckertour“ vor dem Werktor in Großpostwitz. Denn die Uhr tickt. ....

 


Aktuelles

Pinnwand

  • 'prägnant' - Der Newsletter zur Wirtschafts- und Strukturpolitik im IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen
  • Zerschlagung der Gewerkschaften 1933
  • "Arbeit: sicher und fair - FÜR ALLE"
  • Respekt! Kein Platz für Rassismus
  • Zwischen Familie und Beruf ist kein Platz für ein Oder!

WIR in der IG Metall

  • Uwe Schlinger

    Vertrauensmann und Betriebsrat bei Porsche in Leipzig

    Flexible Arbeitszeiten? Ja! Aber so, wie wir das wollen!

    mehr
  • Doris Schaloski

    stellvertretende Betriebsratsvorsitzende bei Siemens in Berlin

    „Flexibilität ist für mich wichtig. Warum nicht einmal einen Monat Sabbatical einlegen, um Zeit für sich zu haben. Zeit, die ich selbst gestalten kann.“

    mehr
  • Kathrin Schmidt

    Vertrauensfrau bei Porsche in Leipzig

    "Zeit nehmen, wenn ich es will. Wir brauchen gute Schichtpläne für ein gesundes Leben."

    mehr
  • René Utoff

    Betriebsratsvorsitzender bei Volkswagen Sachsen Motorenwerk in Chemnitz

    "Die Kolleginnen und Kollegen brauchen in Zeiten der Digitalisierung Zeit für Weiterbildung. Bei einer Reduzierung auf 35 Stunden könnte ein Teil der Zeit für die Qualifikation eingesetzt werden."

    mehr
  • Heike Meyer

    Tarifkommissionsmitglied bei Adient in Zwickau

    „Schichtarbeit ist nicht gesund.“

    mehr