Internationales/Zukunft der Arbeit

DGB-Konferenz zur Zukunft der Arbeit im Dreiländereck in Sachsen

  • 10.10.2018
  • md
  • Aktuelles

Rund 100 Expertinnen und Experten aus Deutschland, Polen und Tschechien debattierten diese Woche in Dresden auf Initiative des DGB Sachsen über die Zukunft der Arbeit im Dreiländereck.

Wie wirkt sich die Digitalisierung in den Unternehmen auf den Arbeitsmarkt im Grenzraum aus?  Können strukturschwache Regionen davon profitieren? Welche Fachkräfte werden gebraucht, und gibt es grenzüberschreitende Lösungen, um den Bedarf der Region auf mittlere Sicht zu decken?

 

Die Gewerkschaften stehen solidarisch für wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt, so die Botschaft der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.  Ob Tschechen, Polen oder Deutsche: Alle wollen gute Arbeits-, Ausbildungs- und Lebensbedingungen, faire und freiwillige Mobilität und soziale Sicherheit – im Dreiländereck und in allen Regionen Europas.  "Der Interregionale Gewerkschaftsrat Elbe-Neiße ist davon überzeugt, dass die Befürworter der Europäischen Grundwerte an einem Strang ziehen müssen", sagte Sachsens DGB-Chef Markus Schlimbach. In Zeiten, in denen über Renationalisierung, Abschottung und die Einführung von Grenzkontrollen geredet werde, setzten sich die Gewerkschaften für ein freies und offenes Europa ein.

 

Gäste der Konferenz, die im Zeichen des 25. Jahrestags des Interregionalen Gewerkschaftsrats (IGR) Elbe-Neiße stand, waren unter anderem der Vorsitzende der Böhmisch-Mährischen Konföderation der Gewerkschaften (ČMKOS), Josef Stredula und die regionalen Vorsitzenden der polnischen Gewerkschaften NSZZ „Solidarność“ und OPZZ sowie Vertreter der Arbeitsverwaltungen. 

 

Seit seiner Gründung im Jahr 1993 hat sich der IGR als soziales Gewissen profiliert und als Teil des Europäischen Gewerkschaftsbundes zum Zusammenwachsen des gemeinsamen Grenzraums beigetragen. Er ist dem Gleichheitsgrundsatz verpflichtet und bekämpft grenzüberschreitend jegliche Art der Diskriminierung aufgrund der Herkunft, des Geschlechts, der Religion etc. Die Integration in Ausbildung und in den Arbeitsmarkt muss diesen Grundsätzen folgen. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort“ muss für alle gelten und umgesetzt werden.

 

 


Aktuelles

Pinnwand

  • 'prägnant' - Der Newsletter zur Wirtschafts- und Strukturpolitik im IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen
  • Zerschlagung der Gewerkschaften 1933
  • "Arbeit: sicher und fair - FÜR ALLE"
  • Respekt! Kein Platz für Rassismus
  • Zwischen Familie und Beruf ist kein Platz für ein Oder!

WIR in der IG Metall

  • Julia Berthold

    Volkswagen Sachsen Motorenwerk in Chemnitz

    "Ich möchte mehr Zeit für meine Freunde, Familie und für Weiterbildung. Das Ansparen von Zeit fände ich sehr sinnvoll, um Zeit zu haben, wenn ich sie für mein Privatleben benötige."

    mehr
  • Pascal Grummich

    Vertrauensmann im BMW Werk Leipzig

    „Ich will drei Stunden mehr Freizeit in der Woche. Mir fehlt oft Zeit für mich.“

    mehr
  • Sindy Heidner

    stellvertretende Betriebsratsvorsitzende bei Sodecia Powertrain in Oelsnitz

    "Die 35-Stunden-Woche ist bei uns im Betrieb dringend nötig. Wir haben Vier-Schicht-Betrieb. Mit einer Arbeitszeitverkürzung ließen sich die Schichtsysteme besser koordinieren."

    mehr
  • Christian Joachim

    Vertrauensmann bei Rolls Royce in Dahlewitz

    „Wer am Wochenende und in Nachtschichten arbeitet, braucht einen besseren Freizeitausgleich.“

    mehr
  • Jörg-Michael Kutz

    Vertrauenskörper-Leiter bei Procter & Gamble in Berlin

    „Flexibilisierung darf keine Einbahnstraße sein. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss in allen Lebensphasen möglich sein.“

    mehr