Verhandlungen über Restrukturierung bei Senvion

Einigung auf Eckpunkte für Interessenausgleich und Sozialplan

  • 03.08.2017
  • pf
  • Aktuelles

In den Verhandlungen über Standortschließungen und Arbeitsplatzabbau bei dem Windenergieanlagenhersteller Senvion haben sich IG Metall-Vertreter, Betriebsräte und die Geschäftsführung auf Eckpunkte zum Interessenausgleich und Sozialplan sowie eine Transfergesellschaft geeinigt.

Mit Unterstützung der IG Metall ist es den Betriebsräten gelungen, ein Gesamtpaket zu vereinbaren, dass die Härten für die vom Arbeitsplatzabbau betroffenen Beschäftigten abmildert. Es umfasst Regelungen zu Abfindungen, Leistungen für einen Standortwechsel der Beschäftigten und eine Transfergesellschaft, die neue Perspektiven durch Qualifizierungsmöglichkeiten für die Beschäftigten eröffnet.

Martin Bitter, Geschäftsführer der IG Metall Rendsburg und Unternehmensbeauftragter für Senvion: "Das vorliegende Gesamtpaket ist eine akzeptable Lösung, um die sozialen Nachteile für die Beschäftigten abzufedern. Der Protest der Beschäftigten hat den nötigen Druck in den Verhandlungen dafür aufgebaut."

Bernhard Band, Vorsitzender des Konzernbetriebsrates Senvion:
"Leider konnten wir mit den von den Betriebsräten entwickelten Alternativkonzepten keine der Schließungen verhindern. Dennoch gelang es im Zuge der Verhandlungen einige Entlassungen zu vermeiden. Es bleibt der Verlust von vielen, teils langjährigen Kolleginnen, Kollegen und Freunden, die an den traditionsreichen Standorten Husum und Trampe maßgeblich am Erfolg von REpower/Senvion beteiligt waren."


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  • Kevin Schuffenhauer

    Betriebsrat, Volkswagen Sachsen Motorenwerk Chemnitz

    "Flexibilisierung der Schichtsysteme darf keine Einbahnstraße nur für die Arbeitgeber sein. Das lässt sich gut regeln. Wir haben dazu eine Betriebsvereinbarung geschlossen und somit können die Beschäftigten und wir mitgestalten."

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  • Michael Hellriegel

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    „Die 35-Stunden-Woche ist notwendig. Mit der Industrie 4.0 wird sich die Arbeitswelt grundlegend wandeln. Damit entsteht die Notwendigkeit einer Arbeitszeitverkürzung.“

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  • René Utoff

    Betriebsratsvorsitzender bei Volkswagen Sachsen Motorenwerk in Chemnitz

    "Die Kolleginnen und Kollegen brauchen in Zeiten der Digitalisierung Zeit für Weiterbildung. Bei einer Reduzierung auf 35 Stunden könnte ein Teil der Zeit für die Qualifikation eingesetzt werden."

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  • Junge Metallerinnen und Metaller

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