Zukunftsdialog Jugend und Stahl

Gemeinsam die Branche attraktiver machen

  • 22.10.2017
  • pf/md
  • Aktuelles, Stahl

Mit dem Tarifabschluss 2017 wurde in der ostdeutschen Stahlindustrie ein Zukunftsdialog vereinbart. Der Grund: Die Anzahl der Ausbildungsbewerber sinkt, die Bedürfnisse der jungen Menschen haben sich gewandelt. Aber vom Zufluss gut ausgebildeter junger Menschen hängt die Zukunft der Stahlstandorte in den ostdeutschen Regionen ab. Das erste Gespräch von Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern fand am Montag in Berlin statt.

"Eine breite Diskussion in den Betrieben ergab: Wir müssen die Bedürfnisse der jungen Generation genau erkunden und gemeinsam mit den Arbeitgebern an Lösungen arbeiten", sagte Peter Friedrich, Tarifsekretär für die ostdeutsche Stahindustrie. Im Vorfeld hatten die IG Metaller ermittelt, welche Ansprüche junge Menschen heute an ihre berufliche Zukunft stellen. Dies sind neben den tariflichen Bedingungen wie verlässliches und gutes Entgelt und Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung auch Inhalte der Ausbildung, Perspektiven im Unternehmen und Sicherheit. Zunehmend wichtig wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

 

Gemeinsame Ziele

Mit den Arbeitgebern bestand Einigkeit, dass nicht alles durch Tarifpolitik und Tarifverträge geregelt werden kann. Notwendig ist auch, dass die Politik aktiv wird und Unternehmen regional für ein besseres Image ihrer Branche werben. 

"Es geht darum, mit gemeinsamer Schlagkraft ein positives Bild der Stahlindustrie zu vermitteln", sagte Peter Friedrich nach dem Gespräch. Themen dabei seien die Rekrutierung von Auszubildenden, eine gute Qualität der Ausbildung, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie attraktive Weiterbildung, die jungen Menschen in den ostdeutschen Stahlunternehmen gute berufliche Perspektiven ermöglicht.

 

 


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