Tarifrunde Textile Dienste

Große Zustimmung der Tarifkommissionen für das Tarifergebnis bei den Textilen Diensten

  • 10.03.2020
  • kk
  • Aktuelles

Daumen hoch für das Tarifergebnis bei den Textilen Diensten: Die Tarifkommissionen der Textilen Dienste für Berlin, Brandenburg und Sachsen haben sich am 9. März in Berlin getroffen und dem Verhandlungsergebnis vom 28. Februar mit großer Begeisterung zugestimmt.

Fotos: IG Metall

„Gemeinsam gekämpft, gemeinsam gewonnen!“, sagte Tarifkommissionsmitglied Annette Schlimper von Elis in Striegistal zum Ergebnis, das den Beschäftigten in Ost und West neben der Angleichung in der Arbeitszeit auch mehr Geld und eine verbesserte Altersteilzeitregelung beschert. „Der Weg war steinig, das Ziel wurde erreicht“, kommentierte Michael Jacob von Elis in Striegistal den Abschluss.

Auf ein historisches Ergebnis haben sich die IG Metall und der Arbeitgeberverband Intex bei der Arbeitszeit verständigt, das für die Beschäftigten im Osten die Angleichung an den Westen bedeutet. Ab dem 1. Januar 2023 gilt die 37-Stunden-Woche für alle Beschäftigten in Ost und West. Bis dahin reduziert sich die Arbeitszeit stufenweise. Bis zum 31. Dezember 2021 arbeiten die Kolleginnen und Kollegen 38 Stunden in der Woche, im Jahr 2022 geht es runter auf 37,5 Stunden, ab 2023 dann auf 37 Stunden – im Osten wie im Westen.

„Wir waren bereit zu kämpfen für den Osten und das haben die Arbeitgeber auch gemerkt. Danke für den guten Abschluss“, sagten Jeannette Hensel und Maik Apfelbacher von CWS Leipzig im Rahmen der Sitzung der Tarifkommissionen. Auch bei Djamila Hoffmann von Alsco in Berlin stieß das Ergebnis auf große Zustimmung: „Ein toller Tarifabschluss! Ein großes Dankeschön gilt den Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben, die mit ihren Aktionen den Forderungen der IG Metall Nachdruck verliehen haben.“ Bärbel Hähnel von Bardusch in Dresden übermittelte der Tarifkommission den Dank ihrer Kolleginnen und Kollegen: „Sie finden dieses Ergebnis klasse und haben uns für die gute Arbeit gedankt.“

Mehr Geld in zwei Stufen
Neben der Angleichung der Arbeitszeit einigten sich IG Metall und Arbeitgeberverband Intex am 28. Februar auf eine Entgelterhöhung. Ab März dieses Jahres bekommen die Beschäftigten 2,5 Prozent mehr Geld, mindestens jedoch 60 Euro im Osten und 50 Euro im Westen. Ab August 2021 gibt es dann weitere zwei Prozent mehr, wiederum aber mindestens 60 Euro im Osten und 50 Euro im Westen.

In zwei Stufen bekommen alle Kolleginnen und Kollegen mindestens 100 Euro mehr. Über die gesamte Laufzeit ist das in der Lohngruppe II im Osten ein Plus von 6,5 Prozent und im Westen in der Lohngruppe II ein Plus von 5,2 Prozent. „Insbesondere die unteren Lohngruppen und die Kolleginnen und Kollegen im Osten profitieren von diesem Tarifergebnis“, sagt Patrick Hesse, im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen zuständiger Gewerkschaftssekretär für die Textilen Dienste. „Denn die Mindestbeträge führen auch zu einer Angleichung der Entgelte im Osten an die im Westen.“ Die Laufzeit endet am 31. Mai 2022.

In den tarifgebunden Betrieben der Textilen Dienstleistungen arbeiten in Ost- und Westdeutschland rund 23.000 Beschäftigte. Sie reinigen beispielsweise Berufskleidung für die Industrie und Wäsche für Krankenhäuser.

 


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