VOITH in Zschopau bei Chemnitz

Klares Signal für den Standorterhalt bei Voith

  • 01.12.2019
  • aw
  • Aktuelles

Am 30. November setzten rund 100 Metallerinnen und Metaller in Chemnitz und Zschopau ein deutliches Zeichen für den Erhalt des Antriebstechnikwerks von Voith in Zschopau bei Chemnitz. Ganze Familien trafen sich zunächst im Gewerkschaftshaus, um ihre Botschaften für den Standorterhalt an den Vorstand von Voith zu präsentieren.

Fotos: Steven Conrad

Mario John, der Chemnitzer IG Metall Chef, begrüßte die Beschäftigten und deren Familien. Mit dabei waren auch Vertreter aus Politik, Gewerkschaften und Betrieben. Mario John kritisierte die Entscheidung des Vorstandes von Voith aufs Schärfste. Mit der angekündigten Schließung klaue man den Beschäftigten ihre Arbeitsplätze, ihre Existenzgrundlage und deren Kindern oder Enkeln die Zukunft. Voith solle sich seiner sozialen Verantwortung stellen und die Zukunft in Zschopau mitgestalten. Entweder durch Rücknahme des Schließungsbeschlusses weiter im Voith Verbund oder durch einen Verkauf auch außerhalb.

Mario Schubert, Betriebsratsvorsitzender bei Voith, kann die Entscheidung überhaupt nicht nachvollziehen: „Wir sind gut aufgestellt, wir entwickeln an neuen Dingen und wir sind bei unserem Geschäft flexibel.“
Mit zwei Bussen fuhren die Metallerinnen und Metaller zur Kundgebung nach Zschopau. Im ehemaligen MZ Werk in Zschopau nutzt Voith mehrere Etagen für die Entwicklung und Produktion. Ganz oben an diesem Objekt ist in großen blauen Buchstaben der Firmenname Voith zu lesen. Nachts strahlt der Schriftzug weit ins Erzgebirge. Doch damit soll bald Schluss sein. Dann gehen hier die Lichter aus. Die Produktion soll verlagert werden.

Die Beschäftigten, die genau unterhalb dieser Leuchtreklame ihre Kundgebung abhielten, sehen das natürlich anders. „Wir bleiben hier!“ist ihre eindeutige Botschaft. Und der Betriebsratsvorsitzende Mario Schubert bringt es dann auf den Punkt: „Wir kämpfen um jeden einzelnen Arbeitsplatz hier. Bei Voith kann man sich schon einmal warm anziehen.“ Die Kundgebung wurde auch von der Politik unterstützt. Der Oberbürgermeister der Stadt Zschopau, Arne Sigmund, fand aufmunternde Worte für die von der Schließung bedrohten Beschäftigten. Weitere Redner aus der Politik waren Jörg Markert (CDU) und Simone Lang (SPD).

Solidarische Grüße und die Zusage für weitere Unterstützung beim Kampf zur Rettung des Standortes gab es von Betriebsräten von Siemens WKC, Feintool aus Oelsnitz/Erzgebirge, Continental Aerospace und Volkswagen Sachsen Motorenwerk Chemnitz.

„Wer nicht aufrecht geht, sieht die Sterne nur in der Pfütze. Ihr seid heute aufrecht gegangen, geht diesen Weg so weiter“, rief René Utoff, Betriebsratsvorsitzinder im VW Motorenwerk den Voithianern zu.

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