27. Bezirkskonferenz

Mehr Tarifbindung und endlich gleiche Arbeitsbedingungen im Osten!

  • 10.06.2021
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Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig hat sich in einer Videobotschaft an die Delegierten der 27. Ordentlichen Bezirkskonferenz der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen in digitaler Form am 10. Juni für mehr Tarifbindung ausgesprochen. Gerade in der Pandemie habe sich – zum Beispiel bei der Kurzarbeit – gezeigt, wie wertvoll Tarifverträge sind.

Pandemiebedingt fand die 27. Ordentliche Bezirkskonferenz der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen digital statt.

Vor diesem Hintergrund, so Martin Dulig, sei es schwierig, dass die Tarifbindung in Ostdeutschland noch immer deutlich hinter den Werten in Westdeutschland zurückbleibe.

In seinem virtuellen Grußwort zollte der sächsische Wirtschaftsminister der Leistung der Metallerinnen und Metaller außerdem höchsten Respekt vor ihrer Leistung, in der Pandemie Tarifrunden geführt zu haben. Er bedauerte, dass die Gleichstellung der Arbeitsbedingungen in Ost und West auch mehr als 30 Jahre nach der deutschen Einheit noch nicht erreicht ist. Aber in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie haben die Beschäftigten auf diesem Weg „ein wichtiges Zwischenziel für Berlin, Brandenburg und Sachsen erreicht“, so Martin Dulig. Er ermutigte die Kolleginnen und Kollegen, ihren Weg für gute und faire Arbeit weiter mit so viel Enthusiasmus zu gehen.

Auch Markus Schlimbach, DGB-Vorsitzender in Sachsen, richtete in seinem Grußwort den Blick auf die Leistungen der Beschäftigten in der Pandemie. Umso unverständlicher sei es, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für ihre außerordentlichen Leistungen in den vergangenen Monaten von den Arbeitgebern nur wenig Wertschätzung und Respekt erführen. Ausdruck dessen sei zum Beispiel das mickrige Angebot, das die Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde im Kfz-Handwerk auf den Tisch gelegt hätten.

Im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen sieht Schlimmbach auch die Politik in der Pflicht. Er forderte eine klare Initiative der Bundesregierung, die auf ein Verbot von OT-Mitgliedschaften in Arbeitgeberverbänden zielt. „Diese Ohne-Tarif-Mitgliedschaften müssen ein Ende haben“, erklärte der sächsische DGB-Vorsitzende.

Wegen der Coronapandemie fand die Bezirkskonferenz diesmal nur digital statt. Ursprünglich war Chemnitz als Tagungsort vorgesehen. Deshalb richteten auch Sven Schulz, Chemnitzer Oberbürgermeister, und Mario John, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Chemnitz, Grußworte an die Delegierten und Gäste der Bezirkskonferenz. Beide betonten, wie wichtig die Zusammenarbeit von politischen Akteuren, Gewerkschaften und Beschäftigten ist, um den anstehenden Strukturwandel verantwortungsvoll zu bewältigen, zu gestalten und dabei alle mitzunehmen.

 


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