Metall-Elektrindustrie/Tarife/Arbeitszeit

Metall-Elektro-Tarifkommissionen: Umsetzung des Tarifergebnisses von 2018 läuft bei uns!

  • 26.10.2018
  • md
  • Aktuelles

Die Umsetzung des sehr guten Tarifergebnisses vom Februar 2018 läuft gut in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in Berlin, Brandenburg und Sachsen. Zugleich gibt es hohe Erwartungen an die Gespräche, die IG Metall und Arbeitgeber über die Angleichung der Arbeitsbedingungen führen, insbesondere was die Arbeitszeit betrifft.

Unsere Metall-Tarifkommissionen am 25. Oktober 2018: Die Stimmung ist "Pro 35" Foto: IG Metall

Die Belegschaft von Bombardier Hennigsdorf entschloss sich am Donnerstag, ein Zeichen für die "35" zu setzen. Während in Leipzig die Tarifkommissionen unter anderem den Stand der Gespräche mit den Arbeitgebern zur Arbeitszeitangleichung erörterten, unterstrichen die Bombardiers: Auch wir wollen endlich gleiche Arbeitsbedingungen wie in Westdeutschland.

Bezirksleiter Olivier Höbel berichtete über den Verlauf und aktuellen Stand der Gespräche mit den Arbeitgebern und erläuterte das Modell zur Arbeitszeitverkürzung, das die IG Metall vorgeschlagen hat. Damit eröffnete er eine rege Diskussion der Tarifkommissionsmitglieder aus den Betrieben des Bezirks. Viele berichteten über das große Echo, das die spontanen Aktionen für Arbeitszeit-Angleichung in ihren Belegschaften gefunden hat. Dabei sei ein breites Bekenntnis zu einer Flächenlösung statt betrieblichen Einzelvereinbarungen deutlich geworden. Zugleich betonten die Diskussionsteilnehmer, dass dauerhafte Kompensationen für eine Arbeitszeitangleichung an den Westen nicht akzeptiert werden. Mit Blick auf die weiteren Gespräche der Tarifparteien zu diesem Thema kündigten einige Betriebe an, ihre Aktionen pro Arbeitszeitverkürzung fortzusetzen.

Zur Umsetzung des Tarifrunden-Ergebnisses von 2018 berichtete Tarifsekretärin Sabine Zach, viele Anträge würden zu den tariflichen Freistellungstagen gestellt, weniger zur kurzen Vollzeit. Erneut entspann sich eine lebhafte Diskussion. Fazit: Der Tarifabschluss ist hervorragend, er ist das Thema in den Betrieben, und seine Umsetzung läuft gut. 


Aktuelles

Pinnwand

  • 'prägnant' - Der Newsletter zur Wirtschafts- und Strukturpolitik im IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen
  • Zerschlagung der Gewerkschaften 1933
  • "Arbeit: sicher und fair - FÜR ALLE"
  • Respekt! Kein Platz für Rassismus
  • Zwischen Familie und Beruf ist kein Platz für ein Oder!

WIR in der IG Metall

  • Heike Meyer

    Tarifkommissionsmitglied bei Adient in Zwickau

    „Schichtarbeit ist nicht gesund.“

    mehr
  • Dirk Gruber

    Betriebsratsvorsitzender bei Ro-Do Wärmedienst Berlin

    „Kurzfristige, stündliche Mehrarbeit – da bleibt kaum Zeit für die Familie“

    mehr
  • Isabell Gonzales und Tobias Ziegenhagen

    JAVis ZF Getriebe Brandenburg

    „Wir leben nicht, um zu arbeiten, sondern wir wollen auch neben der Arbeit noch leben.“

    mehr
  • Tino Nösel

    Betriebsrat und Vertrauenskörperleiter Continental Automotive GmbH in Limbach-Oberfrohna, Vertrauenskörperleiter und freigestellter Betriebsrat

    „Um bessere und gesündere Schichtmodelle zu kreieren, brauchen wir die 35-Stunden-Woche. Die Freizeitblöcke wären größer, die Gestaltung der Arbeitszeit wäre für die Kolleginnen und Kollegen besser machbar.“

    mehr
  • Bert Bredow

    Vertrauensmann und Mitglied der Vertrauenskörperleitung bei GE in Berlin

    „Flexible Arbeitszeit – Gleitzeit ist für mich wichtig. Aber wir wollen diese auch selbst gestalten.“

    mehr