Tarife/Kfz-Handwerk

Metaller im Kfz-Handwerk fordern fünf Prozent Plus

  • 28.03.2017
  • md
  • Aktuelles, Tarif, Kfz, Handwerk

Die Metallerinnen und Metaller im Kfz-Handwerk von Berlin, Brandenburg und Sachsen fordern fünf Prozent mehr Geld für die nächsten zwölf Monate. Das beschloss die zuständige Tarifkommission am Dienstag in Schönefeld bei Berlin. Die endgültige Forderung der Tarifrunde 2017 will der IG Metall-Vorstand am 4. April beschließen.

Optimistisch 2017: Die Kfz-Tarifkommission Foto: Christian von Polentz, transitfoto.de

Intensive Aussprache in der Tarifkommission Foto: Christian von Polentz, transitfoto.de

Der Tarifvertrag endet am 30. April. Am 3. April verhandelt die IG Metall mit den Kfz-Arbeitgebern nochmals über Verbesserungen bei der Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung.

 

Die Forderung nach fünf Prozent mehr Geld werde den Leistungen der Beschäftigten in Kfz-Werkstätten und Autohäusern gerecht, sagte der Verhandlungsführer der IG Metall, Bodo Grzonka. Die intensive Aussprache der Tarifkommissionsmitglieder ergab, dass sich einige Belegschaften mit Blick auf eine außerordentlich gute Auftragslage und Gewinnsituation sogar höhere Tarifsteigerungen vorstellen könnten. Klar ist: Die Beschäftigten erwarten ein ordentliches Plus, und die Ausbildungsvergütungen sollen überproportional steigen.

 

Der wirtschaftliche Hintergrund stimmt die Metaller optimistisch: Die Auslastung der Kfz-Betriebe stieg von Oktober bis November 2016 von 80 auf 90 Prozent, berichtet die Fachpresse, und die Beschäftigtenzahlen sollen weiter steigen: 89 Prozent der Kfz-Firmen bewerten ihre Geschäftslage als gut oder zufriedenstellend, stellte der Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) fest.

 

Auch dank guter Tariferhöhungen insgesamt ist die Kauflaune der Deutschen ungebrochen: Etwa 3,1 Millionen Neufahrzeuge rollten im letzten Jahr auf die Straßen. Das entspricht einer Steigerung von 4,6 Prozent. Die mehr verkauften neuen PKW sowie ein stabiles Gebrauchtwagengeschäft bescherten dem Kraftfahrzeuggewerbe 2016 ein Umsatzplus von zehn Prozent.

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