26.01.2026 | Mit dem Stellenabbau in der Industrie ist auch die Mitgliederzahl der IG Metall in Berlin-Brandenburg-Sachsen auf gut 137.000 zurückgegangen. „Die Industrie-Krise und die massiven Einschnitte in vielen Unternehmen schlagen sich auch bei uns nieder“, sagte IG Metall-Bezirksleiter Jan Otto. „Wir führen in diesem Jahr wichtige Auseinandersetzungen um die Zukunft der Industrie und Arbeitsplätze und stehen vor Betriebsratswahlen und großen Tarifrunden. Dabei werden wir sehr deutlich machen: Die Kämpfe um die Arbeitnehmerrechte werden mehr und sie werden härter. Es gibt keinen besseren Moment als jetzt, um in die IG Metall einzutreten.“
Jan Otto, IG Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen: „Wichtigstes Thema für die Beschäftigten ist die Sicherung der Arbeitsplätze und der Stopp von Stellenstreichungen und Werksschließungen. Die IG Metall ist die zentrale Kraft, um im Interesse der Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben den Strukturwandel beschäftigtenfreundlich zu gestalten. Besonders bei uns im Osten sehen wir bei allen Problemen aber auch Chancen: Wir haben den größten Halbleiter-Standort Deutschlands und viele Digital-Unternehmen, um nur zwei Beispiele zu nennen. Gerade in diesen Zukunftsindustrien sehen wir viel Potential, um als IG Metall stärker zu werden und Mitglieder zu gewinnen.“
Bei der Gesamtmitgliederzahl verzeichnete die IG Metall im Bezirk einen Rückgang um knapp vier Prozent. Diese Gesamtzahl erfasst neben den Mitgliedern in den Betrieben auch Mitglieder außerhalb der Betriebe, also beispielsweise Rentnerinnen und Rentner. In den Betrieben sank die Mitgliederzahl ebenfalls um vier Prozent – auf knapp 99.000. Stabil blieben die Zahlen sowohl bei den Angestellten als auch bei den Auszubildenden.
Für Rückfragen: Markus Sievers, 0151 29 23 11 82