Holz und Kunststoff

Sachsen: Tarifergebnis für Holz und Kunststoff bringt Beschäftigten mehr Geld

29.01.2026 | Die IG Metall und die Arbeitgeber der Holz‑ und Kunststoffindustrie in Sachsen haben sich heute in der zweiten Verhandlungsrunde in Dresden auf ein Tarifergebnis geeinigt. Dieses bringt den Beschäftigten Entgeltsteigerungen, eine Einmalzahlung sowie eine Angleichungskomponente. In den drei tarifgebundenen Betrieben sind insgesamt 650 Beschäftigte tätig. Darüber hinaus stellt dieser Abschluss eine wichtige Orientierung für weitere Betriebe der Branche mit Haustarifverträgen dar.

Der Druck hat gewirkt: Das Tarifergebnis bringt den Beschäftigten mehr Geld. (Bild: IGM)

Begleitet wurden die Verhandlungen von sichtbaren Aktionen der Beschäftigten. Bereits am Vortag hatten Kolleginnen und Kollegen der Deutschen Werkstätten Hellerau sowie des Möbelwerks Heidenau mit kreativen und gut besuchten Aktionen deutlich gemacht, dass sie geschlossen hinter den Forderungen der IG Metall stehen.

Ralf Köhler, IG Metall-Verhandlungsführer: „Durch ihre Haltung haben die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben für den nötigen Druck gesorgt. Dadurch konnten wir in einer wirtschaftlich angespannten Lage eine Nullrunde verhindern.“

Das Tarifergebnis im Einzelnen:

  • Einmalzahlung 300 € zum April 2026/ Auszubildende 50 Prozent
  • Entgeltplus um 2,0 Prozent zum Juni 2026
  • Entgeltplus um 0,8 Prozent zum März 2027
  • Entgeltplus um 2,2 Prozent zum Juli 2027
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen in zwei Stufen (August 2026 und 2027) um je 50 Euro
  • Laufzeit bis Ende Januar 2028.

„Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten brauchen die Beschäftigten Entlastung und Sicherheit. Mehr Einkommen stärkt die Kaufkraft, stützt die regionale Wirtschaft und sichert damit Arbeitsplätze. Sachsen darf nicht mehr Schlusslicht bei den Entgelten sein. Mit der erreichten Angleichungskomponente sind wir dem Ziel ein Stück nähergekommen“, so André Pachmann, Mitglied der Tarifkommission und Betriebsratsvorsitzender des Möbelwerk Heidenau.

Die Tarifkommission hat dem Verhandlungsergebnis zugestimmt. 

 

Von: ms

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