Betriebsversammlung bei Riva/B.E.S. in Brandenburg

Solidaritätsaktion mit den Streikenden von H.E.S./Riva aus Trier und Horath

  • 15.08.2019
  • vw/aw
  • Aktuelles

Die Beschäftigten bei B.E.S./Riva in Brandenburg haben ein weiteres Mal nachdrücklich ihre Solidarität mit ihren Kolleginnen und Kollegen von H.E.S./Riva in Trier und Horath demonstriert. Dort streiken sie mittlerweile seit zehn Wochen für eine Tarifbindung an ihren Standorten. Während einer zusätzlichen Betriebsversammlung am 14. August kam nahezu die gesamte anwesende Schicht der Brandenburger Beschäftigten vor das Werkstor, um dort gemeinsam mit den aus Trier und Horath angereisten Streikenden für faire Löhne an allen Riva-Standorten zu demonstrieren.

Auch nach zehn Wochen Arbeitskampf kein bisschen müde: die Streikenden aus Trier und Horath beim Besuch der Betriebsversammlung ihrer Kolleginnen und Kollegen in Brandenburg. Fotos: IG Metall

Die Brandenburger Riva-Beschäftigten begrüßen ihre Kolleginnen und Kollegen aus Trier und Horath vor dem Werkstor.

Metallerin Stefanie Jahn betont die Solidarität der Brandenburger Riva-Beschäftigten mit denen aus Trier und Horath.

Den Streikenden aus Trier und Horath war zuvor der Zutritt auf das Brandenburger Werksgelände verweigert worden. Vor dem Werkstor unterstrich Stefanie Jahn, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Oranienburg und Potsdam, die ungebrochene Solidarität der Brandenburger mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus Rheinland-Pfalz: „Es ist unfassbar, dass die Pfälzer weiter wie ungeliebte Stiefkinder behandelt werden“, so Jahn. „Wir fordern endlich den Abschluss eines Tarifvertrages auch für die westdeutschen Riva-Standorte.“

Das Angebot der IG Metall eines Schlichtungsverfahrens hat die Riva-Geschäftsführung kürzlich abgelehnt. Dazu die Brandenburger Metallerin Stefanie Jahn: „Eine Schlichtung ist zu diesem Zeitpunkt das Mindeste, was wir von einer verantwortungsvollen Geschäftsführung erwarten.“ Sie warnt die Geschäftsführung, dass vorher auch „am Standort in Brandenburg keine Ruhe einkehren“ werde und stellt klar: „Ein Konzern – eine Familie – eine Tarifbindung!“

Eine Delegation Streikender aus Trier und Horath hatte bereits am 12.und 13. August an Mitgliederversammlungen in Brandenburg und Hennigsdorf teilgenommen und dort ihren Brandenburger Kolleginnen und Kollegen von ihrem Arbeitskampf berichtet.

Am Standort Brandenburg hatte die Riva-Geschäftsführung nach mehreren Warnstreiks - von insgesamt 55 Stunden - am 26. Juli endlich das Flächentarifergebnis Stahl Ost umgesetzt, das bereits am 20. März 2019 vereinbart worden war.

Für Freitag ruft die IG Metall zu einer weiteren Solidaritätskundgebung für die Streikenden in Trier und Horath auf. Veranstaltungsort: Vor der Porta Nigra in Trier, ab 11 Uhr. Auch eine Delegation Riva-Beschäftigter aus Brandenburg dazu nach Trier reisen.