Textile Dienste

Tarifkommission Textile Dienste: „Ein wichtiges Zeichen in die richtige Richtung!“

  • 09.11.2018
  • ph-aw
  • Aktuelles, Textil

Am 8. November 2018 diskutierte die Tarifkommission der Textilen Dienste aus dem IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen das Verhandlungsergebnis für die Branche Textile Dienste vom 19. Oktober 2018. Abschließend wurde eine Empfehlung an den Vorstand gegeben, das Tarifergebnis anzunehmen.

Eckpunkte Verhandlungsergebnis:

Einmalzahlung

  • 200 Euro für November 2018 bis Januar 2019,
  • 85 Euro für Auszubildende.

Entgelte

  • Ab 1. Februar 2019 Erhöhung + 3 Prozent
  • Laufzeit 16 Monate bis 29. Februar 2020
  • Die Absolute Erhöhunhsbeträge aus dem Westen werden auf die Tarifeinkommen im Osten übertragen.
  • Ab 1. Februar 2019 erhalten Azubis +32 Euro

Altersteilzeit

  • Der Tarifvertrag zur Förderung der Altersteilzeit wird bis zum 29. Februar 2020 fortgeführt.
  • Der Aufstpckungsbetrag beträgt ab 1. November 2018 540 Euro.

Neue Bundesländer: Überproportionale Erhöhung ab 2019

  • Urlaubsgeld auf 350 Euro
  • Jahressonderzahlung auf 680 Euro
  • Verhandlungsverpflichtung zur Angleichung der tariflichen Arbeitsbedingungen


Die Tarifkommissionsmitglieder berichteten durchweg positiv über die Reaktionen der Beschäftigten in den Betrieben. Besonders die Verhandlungsverpflichtung zur Angleichung der tariflichen Arbeitsbedingungen zwischen Ost und West wurde als wichtiges Zeichen erkannt. Nach einem Bericht über die Aktionen und die Verhandlungen und nach intensiver Diskussion über das Tarifergebnis, beschloss die Tarifkommission einstimmig die Empfehlung an den Vorstand, das Verhandlungsergebnis anzunehmen.

„Die Berliner Alscoianer sind zufrieden mit dem Ergebnis, auch wenn sie einen etwas höheren Abschluss erwartet hätten“, berichtete Sven Horn-Wegner, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender von Alsco in Berlin. „Besonders gefällt uns die Angleichung Ost und West, welche wesentlich höher ausgefallen ist als in den vergangenen Tarifrunden.“

Weitere Stimmen aus der Tarifkommission: Michael Jacob, Betriebsratsvorsitzender bei Berendsen in Striegistal sagte: „Ein Tarifergebnis, welches den richtigen Weg aufzeigt!“

„Wieder eine Stufe geschafft! Denn nur gemeinsam sind wir stark!“, bewertet Jannette Hensel, Betriebsrätin bei CWS-boco in Leipzig und Maik Apfelbacher, Tarifkommissionsmitglied, CWS-boco in Leipzig: „Die Weichen in die richtige Richtung sind gestellt!“

Patrick Hesse, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen bedankte sich bei allen betrieblichen Kolleginnen und Kollegen: „Ihr habt durch Eure Aktionen in der Friedenspflicht einen starken Eindruck - auch bei den Arbeitgebern – hinterlassen und dieses Ergebnis erst möglich gemacht.“


Aktuelles

Pinnwand

  • 'prägnant' - Der Newsletter zur Wirtschafts- und Strukturpolitik im IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen
  • Zerschlagung der Gewerkschaften 1933
  • "Arbeit: sicher und fair - FÜR ALLE"
  • Respekt! Kein Platz für Rassismus
  • Zwischen Familie und Beruf ist kein Platz für ein Oder!

WIR in der IG Metall

  • Michael Rahmel

    Betriebsratsvorsitzender im Mercedes-Benz Werk Berlin

    „Schichtarbeit muss interessant und für uns Beschäftigte gut gestaltet werden.“

    mehr
  • Ute Konieczny

    Betriebsrätin im BMW Werk Leipzig

    "Die 35-Stunden-Woche ist notwendig. Sie hat viele Vorteile, unter anderem können wir Schichtsysteme besser gestalten und flexibler arbeiten.“

    mehr
  • Steven Kempe

    Betriebsratsvorsitzender, Benseler in Frankenberg

    "Ist es gerecht, dass ich 40 Stunden in der Woche arbeiten muss und weniger Zeit für meine Familie habe, nur weil mein Betrieb keine Tarifbindung hat?"

    mehr
  • Robert Döring

    stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei BMW Leipzig und Vertrauenskörper-Leiter

    „Zu viele Samstags-Schichten belasten das Familienleben und schaden dem Privatleben. Flexibilität muss ihre Grenzen haben.“

    mehr
  • Nico Augner

    Betriebsrat und Vertrauensmann bei GE in Berlin

    „Flexibilität – na klar, aber mein Privatleben darf nicht darunter leiden.“

    mehr