Pressemitteilung vom 12. Februar 2019

Tarifrunde Stahl-Ost: Warnstreiks mit hoher Beteiligung in Eisenhüttenstadt und Zeithain

  • 12.02.2019
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  • Pressemitteilung

Am frühen Dienstagmorgen beteiligten sich 750 Beschäftigte von ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt und rund 120 Beschäftigte in Zeithain/ Sachsen beim Mannesmannröhren-Werk an Warnstreiks. Stahl-Belegschaften arbeiten im Dauer-Schichtbetrieb. Die aufgerufenen Frühschicht-Belegschaften haben sich komplett an den Kundgebungen beteiligt.

Foto: Christian von Polentz/transitfoto.de

In der letzten Woche waren bereits rund 250 Beschäftigte der Ilsenburger Grobblech im Warnstreik. Bislang liegt für die rund 8.000 Beschäftigten in der ostdeutschen Stahlindustrie kein Angebot der Arbeitgeber vor.

„Die entschlossenen Belegschaften vor den Toren sind ein klares Signal an die Arbeitgeber: Bewegt Euch!“, sagte Olivier Höbel, IG Metall Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen am frühen Morgen in Eisenhüttenstadt. „Wir brauchen Bewegung bei den Einkommen und ein klares Signal an junge Menschen. Die Arbeitgeber müssen auf die Auszubildendenvergütung eine zusätzliche Schippe drauflegen, damit die Ausbildung in der Stahlindustrie mit tarifgebundenen Einkommen attraktiv bleibt. Gute tarifliche Einkommen und Ausbildungsvergütungen halten Kaufkraft, beteiligen Arbeitnehmer an den Ergebnissen ihrer harten Arbeit und sichern Zukunft, Arbeit und Ausbildung in der Region.“

Unsere Forderungen in der Tarifrunde Stahl:
- 6 Prozent mehr Geld und Gehalt,
- 1.800 Euro Urlaubsvergütung, die in freie Zeit umgewandelt werden kann,
- Überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen,
- 600 Euro Urlaubsgeld für die Auszubildenden,
- Verhandlungsverpflichtung der tariflichen Absicherung der dual Studierenden,
- Verlängerung der Tarifverträge zur Altersteilzeit, Beschäftigungssicherung und
  Werkverträgen

Für Rückfragen:     Andrea Weingart, mobil 0151 29 23 11 82