Berufsschultour Metallhandwerk

"Und was bekommst Du?" IG Metall Berufsschultour hört zu und informiert

  • 02.10.2018
  • mw-aw
  • Aktuelles

Gemeinsam mit der DGB Jugend war die IG Metall in der letzten Septemberwoche zu Gast am Oberstufenzentrum Konstruktionsbautechnik „Hans Böckler“ in Berlin-Kreuzberg. Hier lernen die Metallhandwerker der Stadt für ihren angestrebten Berufsabschluss. Ein guter Ort, um mit den Auszubildenden ins Gespräch zu kommen und über Ausbildungsbedingungen zu sprechen.

Foto: IG Metall

Foto: IG Metall

Foto: IG Metall

„Ich bin schockiert, wie viele Azubis bereits in der Ausbildung eine Menge Überstunden machen müssen“, erzählt Jakob Heidenreich, ehrenamtlicher Referent der Berufsschultour. „Ein Auszubildender berichtete, er müsse erst 100 Überstunden einarbeiten, bevor er diese vergütet oder in Zeit ausgeglichen bekommt.“

 

Die ehrenamtlichen Referenten diskutierten in den Klassen auch die Themen Mitbestimmung und Demokratie, Jugend- und Auszubildendenvertretung, Tarifvertrag oder Übernahme. Die IG Metall hat auf dem Schulhof an einem Infostand weitere Informationen und Kurzberatungen angeboten. „Ich finde es sehr wichtig, den Jugendlichen zu Beginn ihres Berufslebens zuzuhören", sagt Simon Sternheimer, Jugendsekretär der IG Metall Berlin. "Viele kennen ihre Arbeitsrechte nicht und zögern, Fragen oder Probleme im Betrieb überhaupt anzusprechen. Da wollen wir Mut machen, die Wünsche an eine gute Ausbildung gemeinsam zu verfolgen.“ Simon rät: „Um die eigene Ausbildung zu verbessern, sollten sich viel mehr Azubis in der Gewerkschaft organisieren. Wir unterstützen und beraten gern.“


Aktuelles

Pinnwand

  • 'prägnant' - Der Newsletter zur Wirtschafts- und Strukturpolitik im IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen
  • Zerschlagung der Gewerkschaften 1933
  • "Arbeit: sicher und fair - FÜR ALLE"
  • Respekt! Kein Platz für Rassismus
  • Zwischen Familie und Beruf ist kein Platz für ein Oder!

WIR in der IG Metall

  • Alexander Geisler

    Vorsitzender der Jugend- und Ausbildungsvertretung im Siemens Schaltwerk in Berlin

    „Mir ist die Gleichstellung bei der Arbeitszeit wichtig. Ungleichheit ausgedrückt durch unterschiedliche Wochenarbeitszeiten – das war gestern.“

    mehr
  • Dirk Wüstenberg

    Betriebsratsvorsitzender bei Otis ES in Berlin

    „38 Stunden arbeiten – aber nur für 35 Stunden bezahlt werden. Standortsicherung sollte sich nicht über zwölf Jahre hin ausdehnen.“

    mehr
  • Tino Nösel

    Betriebsrat und Vertrauenskörperleiter Continental Automotive GmbH in Limbach-Oberfrohna, Vertrauenskörperleiter und freigestellter Betriebsrat

    „Um bessere und gesündere Schichtmodelle zu kreieren, brauchen wir die 35-Stunden-Woche. Die Freizeitblöcke wären größer, die Gestaltung der Arbeitszeit wäre für die Kolleginnen und Kollegen besser machbar.“

    mehr
  • Jens Köhler

    Betriebsratsvorsitzender BMW Leipzig

    „Es ist dringend erforderlich, dass wir das Thema 35-Stunden-Woche im Osten jetzt wieder auf die Bahn bringen. Aus meinem Betrieb weiß ich: Die Leute stehen dazu.“

    mehr
  • Joshua Matheis

    Siemens Schaltwerk Berlin – arbeitet im Ortsvorstand der IG Metall Berlin, im OJA-Leitungsteam, BJA-Leitungsteam und mehr

    „Für mich ist die Angleichung der Wochenarbeitszeit das wichtigste Thema. Für mich ist das Gerechtigkeit.“

    mehr