Neue Studie zur Digitalisierung am Beispiel von Siemens

Zukunft der Arbeit

  • 26.07.2018
  • aw
  • Aktuelles, Tarif

Die neue Studie "Digitalisierung und Unternehmensstrategie“ vom IMU Institut im Auftrag der IG Metall und der Hans-Böckler-Stiftung – und unterstützt vom Siemens-Gesamtbetriebsrat - beschäftigtet sich mit der Zukunft der Arbeit am Beispiel von Siemens.

Die Studie zeichnet ein spannendes Bild der künftigen Arbeit bei Siemens. Neue „digitale“ Geräte, autonome Softwaresysteme bis hin zur Änderung von Arbeitsweisen, Arbeitsabläufen und Arbeitsanforderungen sind einige Facetten der neuen Arbeitswelt. 28 Expertengespräche wurden vom Forschungsteam geführt, um folgende Fragen zu klären: Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die Unternehmensstrategie aus? Wie wird sie im Unternehmen und an den Standorten umgesetzt? Was bedeutet sie für die Beschäftigung? Wie gehen die Träger der Mitbestimmung mit der Digitalisierung um?


Einigkeit besteht bei allen befragten Führungskräften und Betriebsräten darüber, dass „ein proaktives Vorgehen bei der digitalen Transformation nicht nur bei den Produkten und neuen Geschäftsmodellen, sondern auch bei den internen Prozessen alternativlos sind.“
In den Gesprächen sei deutlich geworden, dass „die Digitalisierung mittelfristig Konsequenzen für alle Arbeitsplätze und damit für alle Beschäftigten haben wird.“


Besonders die Arbeitnehmerseite muss der Digitalisierung aktiv gegenübertreten, um Gestaltungsmöglichkeiten zu erkennen und in ihrem Sinne zu nutzen.


„Wir müssen unsere Zukunft in die Hand nehmen und die Transformation aktiv mitgestalten“, sagt Annette Engelfried, Mitglied im Siemens-Team. „Die Digitalisierung kann Chancen und Lösungen für bessere Arbeitsbedingungen schaffen. Neu entstehende Gewinne müssen künftig auch in die Qualifikation der Beschäftigten, in sichere und gute Arbeitsplätze investiert werden.“


Im Vorwort der Studie ist auf den Punkt gebracht, welche Zielsetzung IG Metall und Gesamtbetriebsrat damit verfolgen: "Digitalisierung muss intern mit allen Mitarbeitern und den Betriebsräten gestaltet werden. Wir müssen die Mitbestimmung ausbauen und die Menschen an der rasanten Entwicklung beteiligen. Wir brauchen eine Transformation in die Arbeitswelt 4.0, die gerecht, sicher und selbstbestimmt ist. [...] Oberstes Ziel auch in Zeiten der Digitalisierung bleiben für uns der Erhalt der Arbeitsplätze und die Stärkung der Mitbestimmung und Beteiligung."

 


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